Amazon Freshs größter Konkurrent: Bringmeister führt Lieferung am gleichen Tag ein

Viele Kunden wünschen sich, ihre im Internet georderten Produkte noch am gleichen Tag zu erhalten. Diesen Service ermöglichen mittlerweile so manche Dienstleister. Dazu gehört unter anderem Amazon Fresh, der im Bereich der Lebensmittel-Lieferung dadurch bislang einen Vorteil genoss. Doch nun zieht sein Konkurrent Bringmeister nach und legt die Bestell-Frist auf einen späteren Zeitpunkt.

Kein anderer Bereich im E-Commerce ist derzeit so stark umkämpft wie der Versand von Lebensmitteln. Als größte und ehrgeizigste Konkurrenten stehen sich hier Amazon Fresh und das Berliner Unternehmen Bringmeister gegenüber. Zuletzt sorgte der Lieferdienst des Riesen aus Seattle für Schlagzeilen, als er seinen Service nach Hamburg ausweitete. In der Hauptstadt muss er jetzt jedoch hinnehmen, dass Bringmeister ihm auf den Fersen bleibt. Bislang genoss Amazon Fresh mit der Lieferung am selben Tag noch ein Alleinstellungsmerkmal. Seit letzter Woche ist das Geschichte, denn zu diesem Zeitpunkt begann sein Konkurrent damit, den gleichen Service anzubieten.

Unterschiedliche Bestellzeiten und -fristen

Die Neuerung ermöglicht den Bringmeister-Kunden mehr Flexibilität. Konnten sie sich in der Vergangenheit lediglich für ein Zeitfenster von zwei Stunden entscheiden, kommen die Bestellungen nun zwischen 18 und 24 Uhr. Voraussetzung ist jedoch, dass die Kunden die gewünschten Produkte bis 14 Uhr des gleichen Tages ordern. Das Sortiment bleibt gleich, so dass sie weiterhin die Wahl zwischen 13.000 Artikeln haben. Etwas anders sehen die Bedingungen bei Amazon Fresh aus. Der Dienstleister liefert bereits ab 16 Uhr. Allerdings läuft auch die Bestellfrist zwei Stunden früher ab als bei seinem Konkurrenten. Noch zeitiger müssen sich die Hamburger entscheiden, deren letzte Order-Möglichkeit um 10:30 Uhr verstreichten

Diese beiden Dienstleister gelten in Deutschland momentan als die führenden in dem Bereich der digitalen Lebensmittel-Lieferung. Zu ihnen wollen auch Rewe und Kaufland aufsteigen. Doch tun sie sich im Wettkampf bislang sehr schwer, weil ihre Abholer-Boxen nicht so auf Zustimmung stoßen, wie die beiden Supermarktketten es sich wünschen. Eine andere Strategie hat der Discounter Lidl gewählt. Anstatt selber in den Wettbewerb zu treten, droht dieser den Amazon-Zulieferern mit Sanktionen. Weitaus offener und fortgeschrittener sind die Lieferdienste in Großbritannien, wo mit Sainsburys, Argos und Tesco gleich drei große Supermarktketten den Kunden die Lebensmittelzustellung am gleichen Tag garantieren.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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