Zalando baut sein Logistik-Netzwerk aus: Zwei neue Versandlager im Ausland geplant

Wie alle großen Online-Händler baut auch Zalando Schritt für Schritt sein Logistik-Netzwerk aus. Nachdem erst kürzlich ein Versandzentrum in Frankreich den Betrieb aufgenommen hat, plant der Modehändler zwei weitere Standorte im Ausland. Mit diesen Maßnahmen will er an der bisherigen Strategie festhalten, die ihm im zweiten Quartal ein dickes Plus bescherte.

Zalando ist in den letzten Jahren stark gewachsen und will auch in Zukunft so weiter machen wie bisher. Davon geben die aktuellen Logistik-Projekte ein Zeugnis ab. Um auf Expansionskurs zu bleiben, will der Modehändler zwei Versandlager im Ausland in Betrieb nehmen. Bei dem einen handelt es sich um ein Versandzentrum in Polen, während das andere in Italien als Warenlager fungieren soll. Wo sich die Standorte in diesen Ländern genau befinden, hält Zalando noch geheim. Mitgeteilt hat das Unternehmen lediglich, dass die beiden Projekte noch innerhalb der nächsten sechs Monate beginnen werden.

Zalandos Logistikzentren in Deutschland, Italien, Polen, Frankreich und Schweden

Der Größe nach sollen die neuen Vertriebslager den vier Logistikzentren in Deutschland ähneln. Diese stehen in Brieselang, Erfurt, Mönchengladbach und im südlichen Lahr. Hier lagert das ganze Sortiment des Modehändlers auf jeweils ca. 130.000 Quadratmetern. Außerdem ließ Zalando vor einem halben Jahr ein Versandlager im italienischen Stradella bauen, dessen Fläche 20.000 Quadratmeter beträgt. Dieses dient dazu, die heimischen Kunden mit Waren aus einem Teilsortiment schnell zu beliefern. Anders als in Deutschland betreibt dieses Lager nicht Zalando selbst, sondern sein Partner Fiege, der künftig auch für das Logistikzentrum in Polen bei Stettin zuständig sein wird. Neben diesen Standorten existiert seit kurzem ein weiteres Versandzentrum in Frankreich, das sich in der Nähe von Paris befindet. Bald soll noch eines in Stockholm starten, mit dem die Zahl der Lager auf zehn ansteigt.

Besserer Kunden-Service

Hinter dem Ausbau des Logistik-Netzwerks steht die Strategie, dem Kunden-Service größere Bedeutung zukommen zu lassen. Wer bei Zalando schoppt, soll schneller beliefert werden. Das ist das derzeitige Motto, dem sich der Modehändler verschrieben hat. Das scheint sich auszuzahlen, wie die aktuellen Quartalszahlen beweisen. Der Netto-Umsatz legte um 20,1 Prozent zu und stieg auf 1,1 Milliarden Euro. Nach oben ging auch die Zahl der durchschnittlichen Bestellungen pro Kunde. Waren es im Vorjahreszeitraum noch 3,3, so verzeichnete Zalando im zweiten Quartal 2017 schon 3,7. Der Grund für den Erfolg liegt jedoch nicht nur in dem verbesserten Kunden-Service. Dazu beigetragen hat auch die Vergrößerung des Sortiments, in dem Portal-Besucher seit kurzem neue Marken wie zum Beispiel «Weekday» finden. Zusätzlich dazu haben Kunden die Möglichkeit, sich die bestellten Produkte noch am selben Tag liefern zu lassen. Gefällt ihnen die Ware nicht, können sie diese als Retouren zurückschicken, ohne das Haus verlassen zu müssen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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