Amazon Prime Now: Rossmann schließt sich dem Schnelllieferdienst an

Wissen ist Gold wert. Das weiß auch die Drogerie-Kette Rossemann, die im E-Commerce noch nicht so viele Erfahrungen sammeln konnte. Von Amazon hingegen kann das keiner behaupten. Seine Online-Kompetenz ist unbestritten, weshalb Rossmann von dem Internet-Riesen lernen will. Zu diesem Zweck hat sich der stationäre Händler dessen Schnelllieferdienst Prime Now angeschlossen. Allerdings ist die Zusammenarbeit zunächst auf eine Stadt beschränkt.

Wenn es um das E-Commerce geht, kann Amazon keiner etwas vormachen. Der Gigant aus Seattle hat in seiner rund 30-jährigen Unternehmensgeschichte so viel Erfahrung gesammelt, dass stationäre Händler von ihr profitieren wollen. Dazu gehören zum Beispiel die Allgäuer Supermarktkette Feneberg, der Bio-Anbieter Basic oder die Bienen-Apotheken. Sie alle haben sich Amazons Schnelllieferdienst Prime Now angeschlossen. Nun kommt ein weiterer namhafter Partner hinzu: Rossmann. Allerdings bleibt die Zusammenarbeit in der Startphase auf Berlin beschränkt. Sollte sie Erfolg zeitigen, will Rossmann die Kooperation auf München ausweiten.

Vorteile und Nachteile für Rossmann

Laut Branchenbeobachtern will die Drogerie während der Zusammenarbeit von dem großen Internet-Riesen vor allem lernen. Es geht darum, Erkenntnisse zu sammeln und zu beobachten, ob sich die Umsätze mithilfe des Schnelllieferdienstes steigern lassen. Das Risiko ist gering. Denn Rossmann behält sich das Recht vor, über die Preise und das Sortiment selber entscheiden zu dürfen. Der einzige Nachteil besteht darin, dass die Kunden den Warenkorb mit einem Mindestbestellwert füllen müssen, wenn sie über die App von Amazon Prime Now bestellen. Und dieser variiert von Partner zu Partner. Der Wert ändert sich, je nachdem, ob die Portal-Besucher bei Basic, Feneberg oder Rossmann ordern. Sollte ein Kunde bei mehreren von ihnen gleichzeitig Produkte bestellen, erfolgt die Zustellung separat. Viele Experten und Verbraucher kritisieren das, weshalb Amazon in diesem Bereich Veränderungen vornehmen will.

Nicht der erste Drogerie-Partner

Die Zusammenarbeit mit Drogerien hat für Amazon Tradition. Vor einigen Jahren kooperierte der Online-Riese bereits mit dm, dem größten Rivalen seines jüngsten Partners. Damals bestand die Zusammenarbeit darin, dass die Drogerie-Kette Amazon als Großhändler zur Verfügung stand und seine Eigenmarken lieferte. Der erhoffte Erfolg blieb jedoch aus, weshalb beide Unternehmen die Kooperation einstellten. Mit Rossmann will Amazon bessere Ergebnisse zeitigen, auch wenn beide Partner über ihre gemeinsame Arbeit derzeit schweigen.

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Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



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