Der Lebensmittelverkauf kann losgehen: Amazon erhält Genehmigung von indischer Regierung

Nirgends ist Amazon derzeit so aktiv wie auf dem Nahrungsmittelmarkt. In Deutschland breitet sich sein Lebensmittel-Lieferdienst zunehmend aus, und zu Hause in den USA zählt die Bio-Kette «Whole Foods» mittlerweile zu seinem Eigentum. Nun visiert der Online-Riese den indischen Markt an. Die Genehmigung für den Lebensmittel-Verkauf hat er bereits erhalten, doch ein lokaler Konkurrent will ihm in diesem Bereich das Leben schwer machen.

Amazon ist für seine Agilität bekannt. Der Online-Riese mischt in verschiedenen Bereichen mit. Zu seinen Favoriten gehört derzeit der Lebensmittelhandel, online wie offline. Erst kürzlich übernahm er die Bio-Kette «Whole Foods» für 13,7 Milliarden US-Dollar und macht jetzt weiter mobil. Dafür hat sich der Internet-Gigant das Land Indien ausgesucht, wo er bereits ein festes Standbein mit seinem Marketplace hat. In Zukunft will er auf dem Subkontinent auch Lebensmittel verkaufen. Die dafür nötige Genehmigung der Regierung hält Amazon bereits in den Händen, sodass das Geschäft bald anlaufen kann. Laut Branchenbeobachtern soll das Unternehmen bereits fünf Milliarden US-Dollar in dieses Projekt investiert haben. Diese Summe will Amazon um weitere 500 Millionen US-Dollar erhöhen.

Der Lebensmittelverkauf kann losgehen: Amazon erhält Genehmigung von indischer Regierung

Der indische Online-Marktplatz Flipkart bringt sich in Stellung

Noch vor der Genehmigung fing der Online-Riese an, in mehreren indischen Städten Pilotprojekte auszuprobieren. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Amazon Pantry, in dessen Angebot sich einige Lebensmittel-Produkte befinden. Außerdem kooperiert das Unternehmen aus Seattle mit mehreren indischen Einzelhändlern, deren Artikel die Kunden über die App Amazon Now bestellen können. Die Lieferung kommt noch am gleichen Tag. Allerdings hält der Lokal-Konkurrent Flipkart dagegen. Der Online-Marktplatz ist kurz davor, Mitbewerber Snapdeal zu übernehmen, um dem US-amerikanischen Internet-Giganten Paroli zu bieten. Daher ist es beinahe selbstverständlich, dass Flipkart nun ebenfalls in den Lebensmittelhandel einsteigen möchte. Die Vorbereitungen laufen bereits. Unterstützung bekommt der indische Anbieter von so namhaften Unternehmen wie Microsoft und Tencent. Amazon macht derweil genauso weiter wie zuvor – es expandiert. Das gilt zum Beispiel für den deutschen Markt, wo der Online-Riese vor allem in Berlin und Potsdam den Lebensmittel-Lieferdienst erweitert.

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Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



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