50 neue Partner: MyToys will zur zentralen Plattform für Familienprodukte werden

In jedem Bereich des E-Commerce haben einige Unternehmen die Ambition, zu einem zentralen Player zu werden. Das gilt auch für den MyToys, der Familienprodukte anbietet. Der Einzelhändler hat jetzt eine neue Strategie vorgestellt: Er will sich in Zukunft stärker dem Ausbau seines Partnerprogramms widmen und dadurch das Sortiment erweitern.

Wie Zalando in der Mode-Branche will auch MyToys in dem Segment für Familienprodukte zur zentralen Plattform werden. Das ist zumindest das Ziel, welches das Unternehmen mit Hilfe eines Partnerprogramms erreichen möchte. Involviert sind die Anbieter Mirando, Ambellis und Yomonada, wobei bis Ende 2017 weitere 50 Kooperationspartner hinzukommen sollen. Ihnen will der Einzelhändler erlauben, die eigenen Produkte auf allen MyToys-Portalen zu verkaufen. Damit der Plan aufgeht, hat das Unternehmen ein zentrales Management eingerichtet. An dieses können sich alle Marken und Lieferanten wenden, die an dem Partnerprogramm Interesse haben.

50 neue Partner: MyToys will zur zentralen Plattform für Familienprodukte werden

Viele Marken und Hersteller sind schon unter Vertrag

Allerdings fungiert das neue Management nicht nur als Ansprechpartner, sondern es hat auch die Aufgabe, zukünftige Umsatz- und Wachstumspotenziale zu erschließen, wie MyToys-Gründer Oliver Lederle mitteilte. Ihm zufolge gelang es der Geschäftsführung bereits, einige Marken und Hersteller an Bord zu holen. Um wen es sich dabei konkret handelt, verriet Lederle jedoch nicht. Allerdings sollen sich darunter sowohl große als auch kleine Anbieter befinden: „Schon jetzt haben wir mit vielen Marken und Herstellern Verträge abgeschlossen, die sukzessive in die Shopping-Angebote der MyToys Group eingebunden werden. Diese reichen von kleinen Spezialisten für ein enges Sortiment bis hin zu größeren Playern, die ein möglichst breites Warenangebot für alle unsere Shops anbieten.“

Erst einmal keine weiteren Shops geplant

Wenn MyToys seinen Partnern den Verkauf auf den eigenen Portalen anbietet, besteht das Problem zunächst darin, die vielen Sortimente möglichst effektiv zu integrieren. Dafür hat sich der Einzelhändler mehrere Modelle ausgedacht, die zum einen sowohl auf Groß- und vertikale Händler als auch auf spezialisierte Logistiker und Hersteller zugeschnitten sind. Für die Kunden selbst soll sich nichts ändern, außer dass sie zukünftig zwischen weitaus mehr Artikeln auswählen können. Keine Änderungen ergeben sich auch bei den Shops, da MyToys weiterhin auf die bisherigen vier setzt. Das heißt aber nicht, dass der Einzelhändler an dieser Strategie verkrampft festhält, wie Lederle betont: „Weitere Marken bzw. Shops sind denkbar, es stehen jedoch aktuelle keine weiteren Shop-Launches an.“

Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.



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