Doppelter Umsatz bis 2020? Zalando stellt Unternehmenspläne vor

Innerhalb weniger Jahre ist Zalando zu einem Online-Riesen aufgestiegen, der mit Amazon in der gleichen Liga spielt. Dementsprechend hoch sind die Ziele des Mode-Anbieters. Wie sie aussehen, darüber sprach das Management vor kurzem auf dem sogenannten Playday. Dort erfuhren die Gäste auch, wie das Unternehmen seine Plattform-Idee voranbringen möchte.

Kürzlich fand Zalandos alljährlicher Pressetag in Berlin statt, den der Mode-Händler Playday nennt. An diesem Evant informierte der Online-Riese die Gäste über die eigenen Pläne und machte unter anderem eine Umsatzprognose. Wie das Management mitteilte, will Zalando seinen Erlös bis 2020 verdoppeln. Nicht weniger ambitioniert sind die Ziele auf dem europäischen Modemarkt, wo sich der Online-Händler aus Berlin fünf Prozent sichern möchte. In der Kategorie «Schuhe» sei es dem Unternehmen bereits gelungen, sagten die Manager Rubin Ritter, Robert Gentz und David Schneider.

Doppelter Umsatz bis 2020? Zalando stellt Unternehmenspläne vor

Von Plattform-Aufbau bis Personalisierung: Expansion des Geschäftsmodells

Das Wachstumsziel ist hochgesteckt. Deshalb plant Zalando, das Geschäftsmodell zu erweitern. Konkret bedeutet es, dass der Online-Händler seine Plattform-Strategie umzusetzen beginnt. Zusätzlich dazu will er seinen Kundenservice verbessern und die Produktangebote stärker personalisieren, so die Manager auf dem Playday. Dabei sprachen Ritter, Gentz und Schneider über den Wunsch, den Kunden ein grenzenloses Sortiment verfügbar machen zu wollen. Außerdem soll der Versand beschleunigt und transparenter gestaltet werden, wobei sich Zalando hier an dem Fahrdienst-Vermittler Uber orientiert und es den Kunden ermöglichen möchte, die Bestellungen nachzuverfolgen. Wenn die Technik entwickelt ist, sollen sie vor allem über mobile Geräte prüfen können, wo sich die georderten Mode-Produkte gerade befinden und wann sie ankommen. Bei der Zustellung überlegt das Management, neue Lösungen auszuprobieren, bei denen die Lieferung nicht unbedingt zu Hause erfolgt, sondern zum Beispiel an einer Tankstelle oder an einem Ort, in dessen Nähe sich der Kunde zu dem Zeitpunkt befindet.

Noch kein vollwertiger Marktplatz

Was die Plattform-Idee betrifft, so macht Zalando noch keine großen Fortschritte. Anfangs wollte der Online-Händler möglichst alle Akteure in der Mode-Branche für das eigene Portal gewinnen. Doch das scheint schwieriger zu sein, als erwartet. Deswegen plant Zalando, zunächst nur Marken und ausgewählten Händlern wie H&M den Zugang zur eigenen Plattform zu ermöglichen. Dass sich diese zu einem vollwertigen Marktplatz entwickelt, ist zumindest in der nächsten Zeit eher unwahrscheinlich, wie David Schneider versicherte. Wer in Zukunft ganz sicher über Zalando seine Produkte verkaufen darf, ist jedoch Schuhe.de. Über diese neue Kooperation informierte das Management auf dem Playday ebenfalls.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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