Werden alternative Zahlungsmethoden zur Norm?

Durch das Wachstum des Internets und Fortschritte in der Technik, sowie dadurch, dass die Einzelhandelsbranche den Online-Raum uneingeschränkt angenommen hat, ist es zu einem phänomenalen, globalen Wachstum des E-Commerce gekommen.

Das deutsche Online-Retail-Umfeld gehört zu den Vorreitern dieses Trends. Studien haben gezeigt, dass das Land 25% des europäischen E-Commerce-Umsatzes ausmacht und weltweit den 5. Platz belegt.

Wirft man einen Blick auf die etablierten Kartenzahlungsmodelle in Deutschland, so gibt es derzeit 54 Millionen private Kreditkarten, welche sich gleichermaßen auf Visa und Mastercard aufteilen. Allerdings gibt es bei den Online-Konsumenten einen wachsenden Trend hin zur Verwendung alternativer Zahlungsmethoden. Dies ist auf eine Vielzahl von Gründen zurückzuführen. Zum Beispiel das Umgehen strenger Zahlungs-Gateways, die den Zugang in bestimmten Ländern einschränken könnten, die Privatsphäre schützen zu wollen, das bessere Kontrollieren der Ausgaben, Bequemlichkeit und selbstverständlich Fortschritte in der Technik.

Werden alternative Zahlungsmethoden zur Norm?

Werden alternative Zahlungsmethoden zur Norm?

Derzeit gibt es eine große Auswahl alternativer Zahlungsmethoden, die speziell für den deutschen Online-Markt entwickelt wurden. Die Liste, welche stetig wächst, enthält renommierte Firmen wie PayPal, Skrill, NETeller, Payolution, EVL, Paydirekt, Trustly, Slimpay, Giropay, Credit Mutuel, Heidelpay, Mopay, Heidelberger Payment, Sofort Überweisung und BillPay.

Diese Unternehmen mögen vielleicht für einige neu sein, aber für andere wird es mehr und mehr zu einer vertrauten Präsenz auf den meisten Online-Seiten, welche zum Beispiel Flugbuchungen und Kleidung sowie Online-Sportwetten und Möbel anbieten. Etablierte Online-Händler, wie Amazon, Otto, NotebooksBilliger, Weltbild und Conrad, fügen auch zunehmend alternative Zahlungsmethoden zu ihrem Angebot hinzu, da sie die steigende Nachfrage aus ihrem Online-Kundenstamm erkannt haben.

Jetzt können PayPal und viele andere als etabliert betrachtet werden. PayPal macht demnach etwa 20% der bevorzugten Online-Zahlungsmethoden in Deutschland aus, Sofort Überweisung 17%, während persönliche Kreditkarten mit 15% auf Platz drei landen.

PayPal wurde 1998 gegründet und bietet seinen Mitgliedern die Flexibilität und die Wahl, ihre Bankkonten, Kreditkarten etc. in einem einzigen Konto zu verwenden, um Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Es ist nicht mehr notwendig, Finanzinformationen an den Händler weiterzugeben. Sofort Überweisung ist eine weitere einfache Möglichkeit Online Zahlungen zu tätigen. Es erfordert keine Kontoregistrierung und zeigt erneut, dass Verbraucher es bevorzugen, keine persönlichen oder finanziellen Informationen preiszugeben.

Der Zukunftstrend dreht sich um mobile Zahlungen. Nach mobiForge gibt es 27 Zahlungsanbieter, die Webwallet-Lösungen in Deutschland anbieten und mindestens die Hälfte davon bietet eine geeignete mobile Version an. Dies gibt einen starken Hinweis darauf, wo Betreiber und Zahlungsanbieter ihre Ressourcen einsetzen müssen. Die Konsumenten geben den Weg in ein neues Zeitalter vor, wo es einen immer weiter wachsenden Appetit auf Online-Konsum mit verschiedenen Arten von Zahlungsdiensten für Computer und tragbare Geräte gibt.

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Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.

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