Online-Handel: Kein Vertrauen, keine Kunden

Was braucht ein Onlineshop, um erfolgreich zu sein? In erster Linie das Vertrauen seiner Kunden. Schließlich tummeln sich im Internet genügend unseriöse Anbieter, die Käufer lediglich um ihr Geld bringen wollen. Auch beim mobilen Shoppen spielt das Vertrauen in den Händler für die Kunden eine wichtige Rolle. Zum einen erwarten die Kunden, dass die auf der Website gemachten Angaben bezüglich der Produkte und Serviceleistungen tatsächlich zutreffen, zum anderen wird Datenschutz immer wichtiger. Dieser reicht von der Nichtweiterleitung sensibler Daten bis zum Schutz vor Hackerangriffen.

Ob Fitness, Lifestyle, Wissen oder eben Shoppen – für fast alles gibt es inzwischen eine App. Auch wenn die Anzahl der neu installierten und regelmäßig genutzten Apps derzeit eher niedrig ist, werden Shopping-Apps immer beliebter. Sie informieren über die besten Angebote und Rabattaktionen und man kann bequem während der Mittagspause oder in der U-Bahn einkaufen. Doch so bequem die kleinen Alltagshelfer auch sein mögen, es gilt immer: Kein Vertrauen, keine Nutzer und erst recht keine Käufer. Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Kantar Emnid legen die meisten Nutzer beim mobilen Shoppen großen Wert auf Datenschutz. Rund 85 Prozent der Befragten erwarten, dass ein Onlineshop mit den persönlichen Daten vertrauenswürdig umgeht.

Kleine Details mit großer Wirkung

Vertrauen beim Kunden erwecken, das kann ein Online-Anbieter auf unterschiedliche Weise. Beispielsweise durch ein vollständiges, korrektes Impressum (Firmenname, Inhaber, Adresse, Festnetznummer) oder eine große Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten. Aber auch die kleinen Dinge, die zunächst vielleicht weniger wichtig erscheinen, zählen für den Kunden. Da kann selbst eine einfache, zur Domain passende E-Mail-Adresse – die speziell für Unternehmen angeboten wird – für die Seriosität und Professionalität des Anbieters stehen.

Gütesiegel – maximale Sicherheit für die Kunden?

Die beliebteste Methode, um den eigenen Shop als vertrauenswürdig auszuzeichnen, ist ein Gütesiegel. Dem gemeinnützigen Verein „Initiative D21“ zufolge gelten insbesondere die Gütesiegel von TÜV SÜD und Trusted Shops sowie das EHI-Siegel und das Internet-Shopping-Gütesiegel ips als vertrauenswürdig. Bei ihnen können sich die Kunden sicher sein, dass der ausgezeichnete Onlineshop einmal im Jahr genau geprüft wird. Und der Shop-Betreiber profitiert davon, dass alle seriösen Gütesiegel-Initiativen ihre Prüfkriterien offen kommunizieren und er sich gezielt auf die Auszeichnung vorbereiten kann. Doch was ist mit den Shops, die kein Gütesiegel tragen? Sollte man als Käufer lieber die Finger von ihnen lassen?

Ein Gütesiegel ist nicht alles

Nicht unbedingt. Denn nicht jeder seriöse Anbieter kann sich eine derartige Sicherheit für seine Kunden leisten. Für das TÜV-Siegel muss der Shop-Anbieter beispielsweise pro Jahr mehrere Tausend Euro bezahlen. Das kann sich ein Start-up zumindest in der Anfangszeit kaum leisten. Das Trusted-Shop-Gütesiegel ist zwar deutlich günstiger, aber auch dieses kostet noch einige Hundert Euro jährlich. Wer sich kein Gütesiegel leisten kann, sollte umso mehr auf die kleinen Dinge achten, die einen seriösen Auftritt ausmachen.

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Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.

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Kategorien: Onlinehandel allgemein, Praxistipps

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