Apple Pay wächst um 450 Prozent: Genaue Umsatzzahlen nennt Tim Cook jedoch nicht

Deutsche Verbraucher warten noch immer auf die Möglichkeit, an Ladenkassen mit Apple Pay bezahlen zu können. In anderen Ländern erzielt der Bezahl-Dienst große Fortschritte. Unternehmenschef Tim Cook spricht von einem Wachstum von 450 Prozent in dem ersten Quartal. Hierzulande wollen hingegen die traditionellen Finanzinstitute angreifen.

Vor drei Jahren startete Apple seinen eigenen mobilen Bezahldienst, der in Deutschland noch immer nicht erhältlich ist. Das hängt damit zusammen, dass Apple Pay bis 2016 nur den amerikanischen iPhone-Nutzern zur Verfügung stand. Seitdem befindet sich der Bezahl-Dienst auf Expansionskurs. Neben den Vereinigten Staaten gehören mittlerweile vierzehn weitere Staaten zu den Ländern, in denen Kunden Waren mit Apple Pay begleichen können. Zu den wichtigsten zählen China, Russland, Kanada, Japan und die Schweiz. Mit den Marktbeitritten fing der Bezahldienst deutlich zu wachsen an, wie Unternehmenschef Tim Cook jetzt bestätigte, als er sich etwas geheimnisvoll über das Geschäftsergebnis des ersten Quartals äußerte. Genaue Umsatz- und Nutzerzahlen nannte er nicht. Stattdessen ließ er verlauten, dass die Transaktionen um ganze 450 Prozent gestiegen seien.

Apple Pay wächst um 450 Prozent: Genaue Umsatzzahlen nennt Tim Cook jedoch nicht

Apple Pay wächst um 450 Prozent: Genaue Umsatzzahlen nennt Tim Cook jedoch nicht

20 Millionen Händler akzeptieren Apple Pay

In Zukunft werde Apple Pay weiterwachsen, ist sich der CEO aus Cupertino sicher. Mittlerweile soll es in den fünfzehn Ländern 20 Millionen Händler geben, die Apple Pay als Bezahl-Mittel akzeptieren. Ein Viertel von ihnen hat seinen Sitz zu Hause in den Vereinigten Staaten. Dass auch deutsche iPhone-Nutzer die App bald nutzen können, ist bislang nur ein Gerücht. Allerdings gibt es seit Februar eine auf Deutsch übersetzte Bedienungsanleitung der App, die allen Hoffnungen macht. Apple selbst entkräftete das Gerücht, indem es auf die Verfügbarkeit des Dienstes in der Schweiz verwies. Deutsche Finanzinstitute dürften sich freuen, wenn sich der Bezahl-Dienst Zeit ließe. Denn auch sie hegen auf dem Markt große Ambitionen und entwickeln derzeit eigene Produkte. Als erstes von ihnen hat die Deutsche Bank eine entsprechende Funktion in ihrer Banking-App eingeführt. iPhone-Nutzer können mit ihr jedoch nicht bezahlen, weil die Anwendung lediglich mit Android-Geräten kompatibel ist.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken entwickeln eigene Produkte

Für die deutschen Finanzinstitute stellt die Situation ein Dilemma dar. Indem sie mit Apple Pay konkurrieren, müssen sie auf Kunden mit einem iPhone verzichten. Wer sie dennoch gewinnen möchte, braucht das Unternehmen aus Cupertino als Partner. Gleiches gilt für Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die derzeit ebenfalls an eigenen mobilen Bezahl-Diensten arbeiten. Aber auch sie konzentrieren sich zunächst auf Kunden mit einem Android-Gerät. Sie sollen schon am Ende dieses Jahres an den Ladentheken Waren mit Kreditkarte und Smartphone begleichen können. Für 2018 planen die Sparkassen, auch die Girokarte in ihre App zu integrieren. Die Genossenschaftsbanken wollen ihre mobilen Brieftaschen in dem gleichen Jahr auf den Markt bringen.

Apple Pay wächst um 450 Prozent: Genaue Umsatzzahlen nennt Tim Cook jedoch nicht was last modified: by
Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



Kategorien: Bezahldienste

Schlagworte:, , , , , ,