Optimizely X Full Stack hebt Personalisierung auf ein neues Level

Ein Kunde sucht neue Jogging-Schuhe. Sie sollen für Asphalt geeignet sein und unter 80 Euro kosten. Bestimmte Marken spielen bei der Suche keine Rolle. Um den Kunden zum Kauf zu bewegen, möchte ihm der Online-Shop genau die Schuhe als erste Treffer anzeigen, die seinen Wünschen am meisten entsprechen.

Eine Anforderung, die mit der Produktkomponente Optimizely X Full Stack einfach und schnell umgesetzt werden kann: Durch die serverseitge Anbindung ist Personalisierung auf einem ganz neuen Level möglich. Das Software Development Kit (SDK) von Optimizely X Full Stack wird direkt auf dem Server des Kunden ausgeführt. Es stellt die Funktionen zur Verfügung, die notwendig sind, um die verschiedenen Varianten der Webseite auszuspielen und zu tracken. In der Stats Engine werden die Ergebnisse in Echtzeit statistisch ausgewertet.

Schon nach wenigen Klicks ist der Jogger als preisbewusst identifiziert und wird der Gruppe der Schnäppchenjäger zugeordnet. Die sogenannten „Personas“ werden für jede Personalisierungskampagne durch vorherige Tests festgelegt. Im Gegensatz zum „Premium-Shopper“, der ein ausgeprägtes Markenbewusstsein hat, werden dem „Schnäpchenjäger“ kostengünstige Produkte angezeigt, die am besten zu seinen sonstigen Auswahlkriterien passen.

Optimizely X Full Stack hebt Personalisierung auf ein neues Level

Optimizely X Full Stack hebt Personalisierung auf ein neues Level

So kann der Online-Shop den Suchalgorithmus für die Schuhauswahl des Joggers in Echtzeit personalisieren, um die besten Ergebnisse für die höchstmögliche Conversion anzeigen. Eine Suchabfrage, die mit clientseitigen oder anderen, derzeit verfügbaren serverseitigen Tests nicht möglich wäre – und das auf einem bisher nicht gekannten Performance-Level.

Optimizely X Full Stack ist Teil der Optimizely X Experimentation Platform, die unter dem Motto „Experiment Everywhere“ alles anbietet, von klassischen A/B-Tests, dynamischen Produkt- und Content-Empfehlungen, Optimierung auf mobilen Endgeräten bis hin zu jeglichen Experimenten auf beliebigen Devices – live und in demselben Interface abrufbar. Die gesamte Plattform wurde letzten Herbst erstmals angekündigt, die einzelnen Komponenten werden seitdem kontinuierlich an die Kundenbedürfnisse angepasst. So auch Optimizely X Full Stack: Die für die Plattform essenziellen SDKs sind jetzt in allen gängigen Programmiersprachen verfügbar, von Java, Ruby, Python, Node, Java Script bis zu PHP, C#, Objective-C und Swift.

„Unsere Plattform ist für den Markt bereit. Online-Händler müssen jetzt nur noch realisieren, welche grenzenlosen Möglichkeiten wir ihnen bieten“, so Frank Piotraschke Senior Director DACH von Optimizely. „Ein Beispiel: Sollten heruntergesetzte Preise für verschiedene Kundensegmente ausgegeben werden, konnten Webshop-Betreiber bisher nur rabattierte Preisschilder auf das Produkt im Online-Laden kleben. Denn mit dem clientseitigen Testing (CST) können ausschließlich Experimente von visuellen Elementen wie Bildern oder Buttons durchgeführt werden. Mit Full Stack ist durch die serverseitige Anbindung eine Preisänderung im Kassensystem möglich.“

Dabei ist Optimizely X Full Stack leicht zu implementieren. Die Integration in Serveranwendungen läuft denkbar einfach ab: Der Entwickler legt das Experiment in dem nutzerfreundlichen Webportal von Optimizely an, kopiert den Code in die eigene Anwendung und ergänzt sie um die Abfragen, die enthalten sein sollen. Auch Targeting-Bedingungen, Traffic-Zuweisungen, Ausschlussregeln oder Ziele lassen sich so festlegen.

Das fördert eine Experimentierkultur, in der Entwickler umsatzentscheidende Features und Produkte schnell und einfach optimieren können. Auch Unternehmen, die aus Sicherheitsgründen kein Javascript (bei clientseitigem Testing) auf ihrer Webseite verwenden möchten, haben mit Full Stack jetzt die passende Lösung zur Hand.

Hauptsache, am Internet angeschlossen: Experimentieren ohne Grenzen

Und die hat es in sich: Denn Full Stack erfasst jegliche Applikationen im Technologie-Stack. So lassen sich Algorithmen, Preisgestaltung, Redesigns, Buchungssysteme, Datenbankabfragen, Anwendungen zur Marketingautomation oder Call-Center-Skripte testen. Optimizely kann in jede Anwendung integriert werden, die ans Internet angeschlossen ist und Experimentdaten an die Datenerfassungsserver von Optimizely senden kann. So sind Tests nicht nur auf Endgeräten wie Wearables, POS-Systemen oder Desktop-Anwendungen möglich, sondern auch in OTT-Applikationen (Over-the-Top) auf Smart-TVs oder Roku-Playern.

Im Prinzip kann auch jede Anwendung, die auf dem unternehmenseigenen Server läuft, getestet werden – wie die neue Menüführung der CRM-Software oder die Seite mit den Personalangeboten im Intranet. Um kein großes Risiko einzugehen, können die Experimente auch erst mal nur an einem Zehntel der Belegschaft oder nur in bestimmten Abteilungen getestet werden. Denn zu jedem Test lassen sich Zielgruppen- und Traffic-Zuweisungen festlegen: Das Unternehmen kann die Teilnahme an einem Test auf eine Gruppe von Nutzern mit gemeinsamen Attributen beschränken und den Traffic bestimmen, der an dem Experiment teilnimmt. Das erweist sich als besonders nützlich, wenn es um neue Feature-Rollouts oder Website-Redesigns auf Seiten mit hohem Traffic geht. So können schlechte Tendenzen gleich erkannt und die Testvarianten angepasst werden.

Serverseitiges vs. clientseitiges Testing: Vor- und Nachteile

Bisher gab es Tests und Personalisierungskampagnen nur über eine clientseitige Anbindung. Full Stack und clientseitige Tests (CST) ergänzen sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit, Leistungsfähigkeit und Bedienbarkeit. CST werden sowohl in Desktop-Umgebungen (Browser) als auch in mobilen Apps durchgeführt. Der Vorteil: Sie sind sehr einfach in der Anwendung.
Marketingmitarbeiter können clientseitige Tests selbstständig starten, ohne auf die Hilfe der Entwicklungsabteilung angewiesen zu sein. Erstellt beispielsweise ein Online-Reiseveranstalter eine neue Variante einer Produktseite für einen A/B-Test, modifiziert Optimizely die Ausgangsvariante, die vom Unternehmensserver des Reiseveranstalters ausgespielt wird, direkt im Endgerät des Kunden. Der Grund: CST ändert den Website-HTML-Code nicht dauerhaft, sondern nur vorübergehend. Technisch wird dies über ein Javascript-Snippet im Browser gelöst, sowohl in der Desktop- als auch in der Mobil-Version.

Das Javascript-Snippet spielt den Javascript-Code aus, der für die Änderungen im Client, also im Browser oder in der mobilen App verantwortlich ist. Das Web-Snippet wird in den Header der Seite integriert und beim Laden der Seite im Web-Browser ausgeführt. Diese temporäre Variante wird hinsichtlich Performance beim Endkunden getestet. Die Ergebnisse werden zurück zum Optimizely-Server gespielt und in der Stats Engine statistisch ausgewertet. Diese Funktion ist in der Produktkomponente Optimizely X Web Experimentation verfügbar. Der Website-Betreiber muss selbst abwägen, welche Produktkomponente sich für seine Ziele am besten eignet.

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