„Amazon Go“ noch nicht bereit: Der Start verzögert sich auf unbestimmte Zeit

Nachdem Amazon den Internet-Handel revolutioniert hat, drängt es ihn in das Offline-Geschäft. Doch auch hier setzt er auf Digitalisierung, wie das neue Projekt „Amazon Go“ beweist. Dabei will der Gigant aus Seattle eigene Supermärkte mit Kameras und Sensoren ausstatten, damit die Kunden nicht mehr an den Kassen bezahlen müssen. Allerdings soll die Technologie einige Mängel aufweisen, weshalb sich der für diesen Monat angekündigte Start verzögert.

Wenn Amazon ein Geschäftsprojekt konzipiert, dann legt der Online-Riese es groß an. Das beweist sein derzeitiges Engagement im stationären Handel. Mit „Amazon Go“ wollte der Gigant aus Seattle bereits am Ende dieses Monats einen Supermarkt der Zukunft eröffnen, in dem die Kunden nicht in der Schlange zu stehen brauchen. Um hier einzukaufen, genügt eine Amazon-App. Den Rest erledigt die Technologie des Unternehmens. Kameras und Sensoren sollen den Prozess im Supermarkt festhalten und dabei registrieren, was die Besucher in ihre Warenkörbe legen. Die Abrechnung erfolgt automatisch nach dem Check-out, wenn der Kunde mit seinem Smartphone die digitale Schranke der Ausgangstür passiert. Allerdings funktioniert diese Technologie noch nicht einwandfrei, weshalb sich der Start von „Amazon Go“ verzögert.

„Amazon Go“ noch nicht bereit: Der Start verzögert sich auf unbestimmte Zeit

„Amazon Go“ noch nicht bereit: Der Start verzögert sich auf unbestimmte Zeit

Am Anfang mehr als drei Arbeitskräfte notwendig

Zu Problemen kam es in der vorherigen Testphase vor allem dann, wenn sich viele Kunden im Supermarkt befanden. Bei viel Bewegung hielten die Kameras und Sensoren nicht Schritt. Damit sie passabel arbeiten konnten, durften nie mehr als 20 Verbraucher gleichzeitig einkaufen. Diese Schwächen machen deutlich, wie überoptimistisch Amazons Ankündigungen in den vergangenen Wochen waren. Der Internet-Gigant ging davon aus, bei der Supermarkteröffnung mit nur drei Mitarbeitern auskommen zu können. Sollten die Kameras und Sensoren weiterhin Schwierigkeiten mit den vielen Bewegungsabläufen bereiten, wird Amazon zumindest in der Anfangszeit weitaus mehr Hilfskräfte benötigen, die erst einmal die Technik kontrollieren.

„Amazon Go“ noch nicht bereit: Der Start verzögert sich auf unbestimmte Zeit was last modified: by

Ähnliche Beiträge

Amazon Go: Die Testphase ist vorbei, die erste Filiale eröffnet Einkaufen, ohne an der Kasse anzustehen. Diesen Traum vieler Verbraucher wollte Amazon erfüllen. Deswegen testete der Internetriese sein Supermarktkonzept «Amazon Go». Nun hat er die erste Filiale in Seattle eröffnet. Allerdings kommt auch sie nicht ohne Mitarbeiter aus. Amazon Go, der Supermarkt...
Amazon führt Rubrik für Produkte unter zehn Dollar ein und macht so Wish & Co. Konkur... Die Rabatt-Shopping-App «Wish» begeistert viele US-Amerikaner, die nach preiswerten Waren suchen. Damit schafft sie es, Amazon die Kunden streitig zu machen. Doch nun hat der Internetriese reagiert und eine Rubrik für Produkte unter zehn Dollar eingeführt. Hier lässt sich sogar ein Kategorie für die...
Mit dem Smartphone im stationären Handel bezahlen: Amazon führt «Pay Places» ein Es vergeht kaum eine Woche, ohne das Amazon im stationären Handel nicht expandiert. Nach dem Kauf einer Bio-Supermarktkette bringt der Internetriese jetzt den Service «Pay Places» an den Start, der das Bezahlen an der Kasse stationärer Geschäfte möglich macht. Dafür ist lediglich eine mobile App not...
„Amazon Go“: wenig Mitarbeiter, hohe Gewinnspannen Seit dem letzten Jahr betätigt sich Amazon stärker im stationären Handel, setzt hier aber dennoch auf Digitalisierung. Eines der Projekte stellt das Shopping-Konzept „Amazon Go“ dar, bei dem die Kunden in einem Supermarkt nicht in der Schlange zu stehen brauchen. Die Testphase dauert bereits mehrere...
Amazon Dash Button ab sofort in Deutschland – Artikel des täglichen Bedarfs per Knopfdruck... Der Dash Button bringt Amazons bequemes 1-Click-Bestellen nach Hause – geht der Vorrat zu Neige, einfach den Knopf drücken, und die Bestellung wird automatisch durchgeführt inklusive Prime-Zustellung. Ab heute können Amazon Prime-Mitglieder die Dash Buttons von beliebten Marken wie Ariel, Brabantia,...
Amazon Prime Now startet jetzt auch in München: In einer an die Haustür geliefert Der ultraschnelle Lieferservice Prime Now kommt jetzt, nach dem Start in Berlin im Mai, auch nach München: Mit Prime Now können sich Münchner Prime-Mitglieder ab sofort ihre Bestellungen entweder innerhalb einer Stunde oder innerhalb eines wählbaren 2-Stunden-Fensters zwischen 8:00 und 24:00 Uhr lie...

Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

Beitrag teilen:


Kategorien: Amazon, Onlinehandel allgemein

Schlagworte:, , ,