Online-Shopping in Deutschland: eine neue Studie zum Konsumentenverhalten

Im Vergleich zu anderen Ländern gelten deutsche Verbraucher als Konservativ. Es dauerte auch etwas länger, bis sie am Online-Shopping Gefallen fanden. Wie sie sich heutzutage beim Internet-Einkauf verhalten, wollte jetzt StarFinanz wissen. Das Ergebnis ist zumindest in einem Punkt sehr überraschend.

Online-Shopping in Deutschland: eine neue Studie zum Konsumentenverhalten

Online-Shopping in Deutschland: eine neue Studie zum Konsumentenverhalten

In der Bundesrepublik gewinnt das Shopping im Internet an Popularität. Für StarFinanz war das Grund genug, mehr über das digitale Einkauf-Verhalten der Deutschen zu erfahren. Der Anbieter von Online- und Mobile-Banking-Lösungen befragte zu diesem Zweck 11.000 Verbraucher ab 14 Jahren. Im Mittelpunkt standen vor allem ihre Gewohnheiten, Einstellungen und Vorlieben beim Internet-Shopping. Dabei kam heraus, dass für viele Verbraucher Sicherheitsbedenken die größte Hürde darstellen. Ist diese aber einmal überwunden, kaufen sie immer häufiger online ein.

PayPal das erste Mal vor Rechnung

Am meisten fürchten sich die Konsumenten, dass Online-Shops nachlässig mit ihren persönlichen Daten umgehen. Nicht weniger groß sind die Vorbehalte gegenüber digitalen Payment-Diensten. Sie nannten 41 Prozent der Befragten als Grund dafür, warum sie sich im Internet zurückhalten. Dennoch ist das Vertrauen mittlerweile größer als früher. Noch nie in einer Studie gab es mehr Befürworter eines Online-Bezahlverfahrens als Anhänger der klassischen Rechnung. Rund 42 Prozent gaben an, PayPal zu favorisieren. Für je 22 Prozent stellen hingegen die Rechnung und die Kreditkarte das Lieblingsverfahren dar. Zwischen den Geschlechtern unterscheiden sich diese Vorlieben jedoch stark. Während Männer zur Zahlung per PayPal tendieren, kaufen Frauen eher auf Rechnung.

Vorteile des Online-Shoppings gegenüber dem Offline-Einkauf

Neben diesen Unterschieden fand StarFinanz heraus, dass für die Verbraucher manche Eigenschaften das Online-Shopping besonders attraktiv machen. Anders als in stationären Geschäften haben sie zum Beispiel mehr Möglichkeiten, die Preise zu vergleichen. Knapp 27 Prozent schätzen den digitalen Einkauf genau deswegen, während 26 Prozent Gefallen daran finden, im Internet unabhängig von Öffnungszeiten zu sein. Dass die Produktauswahl in den Online-Shops größer ausfällt als in den stationären Läden, überzeugt hingegen 22 Prozent. Wer einem Beruf nachgeht, erfreut sich vor allem an der Möglichkeit, zu jeder Zeit einkaufen zu können. Diesen Vorteil nannten bei der Umfrage die Befragten zwischen 30 und 60 Jahren.

Der Kauf hängt von den Versandbedingungen ab

Nicht minder wichtig sind für die deutschen Online-Shopper die Versandbedingungen. Sie entscheiden darüber, ob ein Shop-Besucher das gewünschte Produkt kauft oder nicht. 82 Prozent der Befragten gaben zum Beispiel an, dass insbesondere die Kosten ihre Entscheidung beeinflussen. Begeistert zeigen sich viele hingegen, wenn sie Bestellungen innerhalb eines Zeitfenster liefern lassen können. Laut Studie haben 22 Prozent schon mindestens ein Mal von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Als Lieblingsverkaufsplattform gaben die meisten Probanden Amazon an, wobei sie vor allem die große Auswahl lobten.

Online-Shopping in Deutschland: eine neue Studie zum Konsumentenverhalten was last modified: by

Ähnliche Beiträge

E-Commerce für Kids: Der Zahlungsdienstleister Okiko ermöglicht einen kindgemäßen Online-E... Während Erwachsene zunehmend mehr im Internet shoppen, müssen sich Kinder mit ihrem Taschengeld noch immer hauptsächlich in stationäre Geschäfte bewegen. Das liegt auch an dem Kontrollbewusstsein der Eltern, die ihre Schützlinge vor Fehlern beim Online-Einkauf bewahren wollen. Mit einem kindergerech...
payever macht Händlern das Leben leicht – und erhält zum weiteren Wachstum frisches ... Über 3.000 Händler jeder Größe nutzen die unterschiedlichen Lösungen von payever - rund um den Verkauf und die Bezahlung im Internet und vor Ort. Zum Kundenkreis gehören bekannte Startups wie Chronext, Bloomydays und Book-ATiger. Es konnten wichtige Partnerschaften mit großen Finanzinstituten wie Pa...
Web-Shops: Wenn Kunden fürs Bezahlen bezahlen müssen Der Online-Einkauf ist bequem, einfach und häufig auch preiswerter als im stationären Handel. Doch haben die Internet-Schnäppchen oft  ihren Preis. Denn für die Bezahlung verlangen die Internet-Händler oft eine Gebühr, spätestens dann, wenn ein Kunde via PayPal oder Kreditkarte bezahlen will. Teilwe...
Kernthemen John Donahoes beim shop.org Summit Das „Shop.org-Gipfeltreffen“, das in Las Vegas stattgefunden hatte, konnte unter anderem als einen der Hauptredner John Donahoe, CEO von eBay, als Gast begrüßen. Die Leitthemen von John Donahoe waren Mobilität, Kunden-Feedback und seine Erkenntnis daraus, dass das Verbraucherverhalten die technische...
Warum liegt Amazon vor eBay – Erklärungsversuche Letzte Woche haben sowohl eBay als auch Amazon ihre Quartalsberichte vorgelegt, mit einem für eBay schlechteren Ergebnis als für Amazon: eBays Zahlen waren rückläufig, wohingegen Amazon das Feld von unten aufrollt. Auf der Seite von Tamebay hat Leser Mark T. die Frage gestellt - warum? Sue Bailey vo...
Momentaufnahme B2B-E-Commerce: Immer mehr Unternehmen setzen 2018 auf den Online-Vertrieb Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass bereits rund drei Viertel der B2B-Unternehmen Online-Umsätze erzielen. Forscher von ibi research an der Universität Regensburg haben dies in einer aktuellen Expertenbefragung herausgefunden. Daneben wurde auch das aktuelle Online-Einkaufsverhalten der Unterneh...

Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

Beitrag teilen:


Kategorien: Onlinehandel allgemein

Schlagworte:, , , ,