Nike steigert seine Online-Umsätze um 46 Prozent

Seit einem Jahr investiert der Sportartikelhersteller Nike große Summen in sein E-Commerce-Geschäft und bemüht sich um Expansion. Dieses Engagement macht sich nun in den aktuellen Quartalszahlen bemerkbar, denen zufolge das Unternehmen seinen Online-Umsatz um 46 Prozent steigern konnte. Doch das eigentliche Ziel ist noch viel größer.

Nike ist für seine ambitionierten Pläne bekannt. Bis 2020 will der Sportartikelhersteller sieben Milliarden US-Dollar allein im Internet-Handel umsetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, ergriff er im vergangenen Jahr mehrere Maßnahmen. Dazu gehörte unter anderem der Aufbau seiner mobilen App, mit der es dem Unternehmen gelang, weltweit neue Online-Märkte zu erschließen. Darüber hinaus bemühte sich Nike stärker als zuvor um die Verbindung von stationärem und digitalem Handel, um Synergieeffekte zu schaffen. Diese Anstrengungen scheinen sich gelohnt zu haben, wie der aktuelle Quartalsbericht deutlich macht. Ihm zufolge sollen sich die Internet-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46 Prozent vergrößert haben.

Nike muss dieses Niveau halten

Noch viel besser wirtschaftete Nike in dem Quartal zuvor, als das Umsatzwachstum am Ende 49 Prozent betrug. Will der Sportartikelhersteller sein Ziel 2020 erreichen, muss er dieses Niveau halten und den Erlös jedes Jahr um knapp 46,7 Prozent steigern. Das laufende Geschäftsjahr Jahr ist bislang das erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte, weil Nike schon jetzt ungefähr 1,5 Milliarden US-Dollar im Internet erwirtschaftete. 2015 setzte das Unternehmen zum gleichen Zeitpunkt lediglich eine Milliarde US-Dollar um. Zu diesem Erfolg haben nicht nur Verkäufe über den eigenen Online-Shop Nike.com beigetragen. Der Sportartikelhersteller vertreibt seine Produkte auch auf verschiedenen Online-Marktplätzen und E-Commerce-Seiten auf der ganzen Welt, wobei China derzeit als der größte Absatzmarkt gilt.

Großes E-Commerce-Wachstum in China

In der Volksrepublik sieht Nike weiteres Wachstumspotential, zumal das letzte Quartal auch hier sowohl im Offline- als auch im Online-Geschäft überragend endete. Ebenfalls erfreulich verlief das Shopping-Festival Singles‘ Day, an dem der Sportartikelhersteller, wie CEO Trevor Edwards berichtet, das Dreifache des Vorjahreszeitraums erreichte. Das deckt sich mit den Aussagen des chinesischen Internetriesen Alibaba, der das Event maßgeblich kuratierte und am Ende umgerechnet 17,8 Milliarden US-Dollar umsetzte. An diesem Tag soll Nike zu den Marken gehört haben, die die meisten Verkäufe verbuchten.

Nike steigert seine Online-Umsätze um 46 Prozent was last modified: by

Ähnliche Beiträge

Alibaba stellt in China Verkaufsautomaten für Autos auf Der chinesische Online-Riese Alibaba ist in vielen Feldern aktiv. Jetzt drängt es ihn in die Automobilbranche. Nachdem das Unternehmen eine mögliche Partnerschaft mit Ford angekündigt hat, will es jetzt in zwei Städten Verkaufsautomaten für Autos aufstellen. Die Kunden können die Fahrzeuge per App b...
Online-Verkauf von dm in Kooperation mit Alibaba in China erfolgreich gestartet Seit Montag läuft das dm-Angebot in China auf dem von Alibaba betriebenen cross-border Marktplatz Tmall Global, der derzeit über 500 Millionen aktive Käufer zählt. Von Montag, 6. März, bis Mittwoch, 8. März, promotet Tmall Global den offiziellen dm-Markenshop. „Unser Onlineshop in China ist seit dem...
Hermes Gruppe wächst im Geschäftsjahr 2015 erneut zweistellig Die Hermes Gruppe hat ihren seit Jahren erfolgreichen Wachstumskurs auch im Geschäftsjahr 2015 eindrucksvoll fortgesetzt. Der in Hamburg ansässige Handels- und Logistikdienstleister konnte seinen Umsatz um 11 Prozent auf 2.460 Mio. EUR (2014: 2.230 Mio. EUR) steigern. Maßgeblichen Anteil dar...
Die chinesische Kundschaft wird es danken: Paymill gibt Kooperation mit WeChat Pay bekannt Ab 2019 können deutsche KMU mit dem Münchener Zahlungsdienstleister Paymill über WeChat Pay an chinesische Online-Kunden oder Touristen bargeldlos Waren und Dienstleistungen verkaufen. Für deutsche Online-Händler eröffnet sich somit ein Riesenmarkt. Die Volksrepublik China tickt anders als der Re...
Lidl eröffnet zweiten Online-Shop in China In China tobt derzeit ein harter Wettkampf zwischen den deutschen Discountern. Während Aldi im März seinen ersten Online-Shop auf Tmall launchte, startet Lidl mittlerweile seinen zweiten. Er soll auf der Plattform JD Worldwide eröffnen. Dabei profitiert die Supermarktkette genauso wie Aldi von den g...
Mit dem Smartphone im stationären Handel bezahlen: Amazon führt «Pay Places» ein Es vergeht kaum eine Woche, ohne das Amazon im stationären Handel nicht expandiert. Nach dem Kauf einer Bio-Supermarktkette bringt der Internetriese jetzt den Service «Pay Places» an den Start, der das Bezahlen an der Kasse stationärer Geschäfte möglich macht. Dafür ist lediglich eine mobile App not...

Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

Beitrag teilen:


Kategorien: Onlinehandel allgemein

Schlagworte:, , , , , ,