Amazon hat erstes Paket per Drohne ausgeliefert: Versand dauerte rekordverdächtige 13 Minuten

Die Zustellung von Paketen soll schneller werden. Das ist der Wunsch vieler Online-Shopper, weshalb Logistik-Unternehmen und Online-Händler darauf reagieren und nach Lösungen suchen. Amazon setzt dabei auf Drohnen, die in Zukunft beim Versand helfen sollen. Nun fand in Großbritannien die erste Lieferung mit einem solchen unbemannten Fahrzeug statt. Dabei musste der Empfänger nicht lange auf seine Bestellung warten.

Schnelle Paketlieferung ist in der Logistik-Branche ein großes Thema. Denn auch die Versandzeit entscheidet im Online-Handel über Erfolg und Misserfolg. Das weiß keiner besser als der Internetriese Amazon, der sich nicht länger von Logistik-Dienstleistern abhängig machen will und die Lieferung bestellter Waren gleich selber übernimmt. Deswegen kündigte er in der Vergangenheit die Zustellung per Drohne an, um Kunden entgegen zu kommen, die nicht lange auf ihre Produkte warten möchten. Nun hat Amazon seinen Worten Taten folgen lassen. Das Unternehmen lieferte in Großbritannien das erste Mal ein Paket mit einem unbemannten Fahrzeug aus, wie CEO Jeff Bezos in dieser Woche twitterte.

Amazon hat erstes Paket per Drohne ausgeliefert: Versand dauerte rekordverdächtige 13 Minuten

Amazon hat erstes Paket per Drohne ausgeliefert: Versand dauerte rekordverdächtige 13 Minuten

Versand dauerte rekordverdächtige 13 Minuten

Im Mittelpunkt dieses geschichtsträchtigen Ereignisses stand ein Mann aus Cambridge, der zuvor einen „Fire-TV“-Videostreaming-Stick bestellt hatte. Bereits 13 Minuten danach hielt er den Artikel in den Händen. Eine Tüte Popcorn gab es gratis dazu. Genauso wie diesen will Amazon in dieser Gegend zwei weitere Kunden per Drohne beliefern und sich dann allmählich steigern. Zunächst sollen „Duzende“ in den Genuss der schnellen Zustellung kommen, später schon „Hunderte“, wie der Internetriese aus Seattle mitteilte. Dass er die Tests vordergründig in Großbritannien durchführt, liegt an den Vorschriften. Diese sind hierzulande nicht so einschränkend wie zu Hause in den USA, wo Amazon-Mitarbeiter die Drohnen während des Flugs beaufsichtigen müssten.

Vor drei Jahren noch eine Zukunftsvision, heute schon Realität

Einen Prototyp des kürzlich eingesetzten Fahrzeugs präsentierte Amazon schon im Jahr 2013. Damals hielt Jeff Bezos die Drohne in einem TV-Interview in die Kamera und erklärte, was er mit diesen Geräten vorhatte. Viele Zuschauer nahmen die Ankündigung nicht ernst und gingen von einem Werbe-Gag aus. Vom Gegenteil ließen sie sich erst dann überzeugen, als der Online-Gigant diesem Versandservice den Namen „Prime Air“ gab. Nun wird er Realität und garantiert am Anfang Paketlieferungen innerhalb von 30 Minuten, sofern das Gewicht der bestellten Produkte 2,3 Kilogramm nicht überschreitet. Genauso wie Amazon arbeiten auch andere Logistiker an der Drohnen-Zustellung. Unter ihnen befindet sich ein weiterer Internet-Riese: Google. Allerdings befindet sich dessen Projekt derzeit in der Warteschleife, weil führende Köpfe den Konzern vor Kurzem verlassen haben.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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