Cyber-Monday-Woche: Amazon hat seinen Rabatt-Marathon begonnen

Während viele Händler erst am Black Friday und Cyber Monday ihre Preise reduzieren, nutzt Amazon auch die Tage davor für Rabatte und Blitzaktionen. Seit dem 21. November können seine Kunden viele Produkte günstiger erwerben und dabei bis zu 50 Prozent sparen. Das gibt zumindest das Unternehmen aus Seattle vor. Wie das Vergleichsportal guenstiger.de jetzt aber herausfand, fallen die tatsächlichen Ersparnisse viel niedriger aus.

Bis zum Black Friday am 25. November ist es nicht mehr lange. An diesem Tag unterbreiten viele Händler lukrative Rabattangebote und hoffen, dadurch bei den Verbrauchern die Lust am Shopping zu wecken, weil nur drei Tage später schon der nächste Kaufrausch folgt: der Cyber Monday. Während viele Anbieter aber lediglich an diesen Tagen ihre Preise reduzieren, fängt der Online-Riese Amazon seit einigen Jahren früher damit an und veranstaltet eine ganze Cyber-Monday-Woche. Diese hat nun begonnen, und die Kunden dürfen sich seit dem 21. November sieben Tage lang auf insgesamt über 10.000 Blitz- und Tagesangebote für Produkte aus nahezu allen Kategorien freuen, bei denen sie bis zu 50 Prozent sparen können.

Cyber-Monday-Woche: Amazon hat seinen Rabatt-Marathon begonnen

Cyber-Monday-Woche: Amazon hat seinen Rabatt-Marathon begonnen

Blitzangebote im Fünf-Minuten-Takt

Mit den eigenen Blitzaktionen will Amazon vor allem passionierte Schnäppchenjäger locken, die Spaß am Online-Shopping haben und viel Zeit mitbringen. Solchen Kunden unterbreitet der Internet-Gigant zwischen 6:00 Uhr und 20:15 Uhr alle fünf Minuten ein neues Rabatt-Angebot. Da diese Aktionen limitiert sind und höchstens vier Stunden dauern, müssen die Verbraucher schnell zugreifen, wenn sie die Produkte günstiger erwerben wollen. Allerdings wird es für viele nicht so einfach sein, sich gegen die Käufer-Konkurrenz durchzusetzen, zumal Prime-Kunden Exklusiv-Rechte haben und sich im Vorteil befinden. Anders als normale Amazon-Shopper genießen sie das Privileg, dass der Online-Händler aus Seattle ihnen die Blitzangebote 30 Minuten früher unterbreitet. Erst danach stehen sie allen Kunden zur Verfügung.

Ausgewählte Artikel als Angebote des Tages

Wer sich in der Cyber-Monday-Woche nicht hetzen will, kann sich lediglich auf die Tagesangebote konzentrieren. Diese sind auch länger verfügbar, weil sie ab Mitternacht beginnen und erst 24 Stunden später enden. In dieser Zeit sind einige ausgewählte Produkte zu einem stark reduzierten Preis erhältlich, sofern der Vorrat reicht. Das ist zugleich die einzige Beschränkung, die Kunden bei ihrer digitalen Shopping-Tour berücksichtigen müssen. Wie hoch der Rabatt ausfällt, erfahren sie dabei auf der Produkt-Detailseite. Hier finden sie neben der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) den neuen Preis und können dadurch sehen, welche Ersparnisse Amazon möglich macht. In diesem Jahr will der Online-Händler an den einzelnen Tagen vor allem UHD-TV-Geräte (4K), Blu-rays und DVDs reduzieren, aber auch Spielekonsolen, Küchen-, Haushalts- und Elektrogroßgeräte sowie Jeans, Tiernahrung, Beauty- und Männerpflege-Artikel.

Laut Studie sind die tatsächlichen Rabatte viel niedriger

Obwohl Amazon seine Preise an dem einwöchigen Shopping-Festival reduziert, fallen die Rabatte nicht so hoch aus, wie es der Internetriese die Kunden glauben lassen will. Das glaubt zumindest guenstiger.de. Das Vergleichsportal interessierte sich dafür, wie viel Geld die Amazon-Kunden tatsächlich sparen, wenn sie in der Cyber-Monday-Woche einkaufen. Dafür analysierte es die Aktionstage im letzten Jahr und ermittelte, dass der Internet-Gigant genauso wie viele andere Händler die Ersparnis auf Grundlage der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) der Hersteller errechnet. Das ist ein Trick, mit dem Amazon vor allem leidenschaftliche Schnäppchenjäger lockt. Denn die UVP liegt nahezu immer deutlich über dem handelsüblichen Wert eines Produkts, sodass die eigentliche Ersparnis weitaus kleiner ist. Deswegen betrug sie laut Studie letztes Jahr 17 und nicht 43 Prozent, mit denen Amazon warb.

Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.



Kategorien: Onlinehandel allgemein

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