PayPal wächst auch im fünften Quartal nach der eBay-Abspaltung

Die Abspaltung von eBay hat dem Bezahldienstleister PayPal anscheinend gut getan. Im fünften Quartal nach der Trennung konnte sich das Unternehmen in allen Kategorien steigern. Ob Umsatz, Gewinn, Nutzerzahlen oder Transaktionen, der US-amerikanische Payment-Anbieter verzeichnet überall Zuwächse. Der ehemalige Mutterkonzern muss hingegen Verluste an der Börse hinnehmen.

PayPal wächst auch im fünften Quartal nach der eBay-Abspaltung

PayPal wächst auch im fünften Quartal nach der eBay-Abspaltung

Wie viele Unternehmen legte auch PayPal letzte Woche seine Zahlen für das dritte Quartal vor. Dieses ist bereits das fünfte nach der Abspaltung von dem ehemaligen Mutterkonzern eBay. Dass der Bezahldienstleister die Trennung gut überstanden hat, beweist auch der jüngste Finanzbericht. Ihm zufolge stieg PayPals Umsatz in dem Zeitraum zwischen Juli und September um 18 Prozent. Erwirtschaftete das Unternehmen in dem gleichen Quartal 2015 noch 2,26 Milliarden US-Dollar, so liegt der Erlös dieses Jahr bei 2,67 Milliarden. Mit einem solchen Geschäftserfolg rechneten nicht einmal die Analysten, die von zwei Millionen weniger ausgingen. Genauso wie der Umsatz stieg dem Finanzbericht zufolge auch der Gewinn. Hier beträgt die Steigerung sieben Prozent, sodass PayPal nach den beachtlichen 301 Millionen 2015 dieses Jahr eine noch viel eindrucksvollere Summe von 323 Millionen US-Dollar vorzeigen kann.

User-Zahlen und Transaktionen steigen ebenfalls

Für positive Stimmung sorgen bei dem US-amerikanischen Bezahldienstleister nicht nur die Umsatzbeträge. Im dritten Quartal gelang es ihm, auch die Zahl aktiver Nutzer um elf Prozent zu steigern, sodass er nun insgesamt 192 Millionen User-Konten verzeichnet. Dieser Anstieg führte wiederum zu mehr Transaktionen, die um 24 Prozent nach oben gingen und sich auf 1,5 Milliarden beziffern lassen. Dementsprechend euphorisch zeigte sich PayPal-CEO Dan Schulman in seinem Kommentar des jüngsten Finanzberichts: „Wir setzen unseren Strategieplan intensiv und schnell um“, begründete er den Erfolg und gab bereits einen kleinen Ausblick in die Zukunft: „Wir werden die Allgegenwärtigkeit und den Wert der Marke Paypal ausweiten und uns bewusst dafür einsetzen, unsere Vision von Paypal als alltäglichem, nicht wegzudenkendem Finanzdienst auf der ganzen Welt umzusetzen.“

eBays Aktie fällt trotz Umsatzwachstum

Über den Umsatz konnte im dritten Quartal auch der ehemalige Mutterkonzern eBay nicht klagen, auch wenn das Wachstum mit 5,6 Prozent drei Mal so niedrig ausfällt wie bei PayPal. An der Börse konnte dieses Ergebnis die Anleger dennoch nicht überzeugen. Obwohl der Erlös auf 2,2 Milliarden gestiegen war, fiel eBays Aktie nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen zeitweise um mehr als acht Prozent. Das liegt daran, dass der Online-Marktplatz ein schwaches Weihnachtsgeschäft signalisiert hat. Laut Geschäftsführung werde sich der Umsatz zwischen Summen von 2,36 und 2,41 Milliarden US-Dollar bewegen. Da sich diese Beträge trotz eines zu erwartenden allgemeinen Konsumanstiegs kaum von der Bilanz im dritten Quartal unterscheiden, sahen viele Börsianer keinen Grund dafür, in die eBay-Aktie zu investieren. In diesem Entschluss bestärkte sie der Unternehmensgewinn zwischen Juli und September, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 539 auf 413 gefallen war.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Bezahldienste, Onlinehandel allgemein

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