Otto will in Zukunft auf seiner Plattform Produkte vermieten

Für die deutsche Tochter der weltweiten Otto Gruppe laufen die Geschäfte derzeit sehr gut. Der Versandhändler konnte in den letzten Jahren seinen Umsatz kontinuierlich steigern und will auch in Zukunft positive Schlagzeilen machen. Deshalb ist das Unternehmen sehr experimentierfreudig und plant ein neues Projekt, bei dem Kunden die Möglichkeit bekommen sollen, auf dem Portal Otto.de Produkte zu mieten.otto_group_logo

Der Versandhändler Otto entwickelt sich zunehmend zu einem Technologieunternehmen, das im Bereich des E-Commerce zu Experimenten neigt. Das beweist das neue Projekt. Laut Vertriebsvorstand Marc Opelt will die deutsche Tochter der Otto Gruppe zukünftig auf ihrem Online-Portal nicht nur Produkte verkaufen, sondern diese auch vermieten. Wer an diesem Angebot Interesse zeigt, kann zum Beispiel Fernseher, Waschmaschine oder Smartphone eine Zeitlang nutzen und nach Ablauf der Frist wieder zurückgeben. Als Mindestmietdauer sollen anfangs drei Monate gelten. Damit versucht Otto auch in dem Bereich Sharing Economy Fuß zu fassen. Dass deren Bedeutung in absehbarer Zeit wachsen werde, dessen ist sich Marc Opelt sicher: „Wir glauben, dass Konsumenten zukünftig auch physische Produkte auf Zeit mieten möchten und dies genauso einfach und sorgenfrei sein sollte, wie Musik zu streamen oder Car Sharing zu nutzen.“

Otto setzt auf Digitalisierung und Technologie

Die ersten Produkte will der Versandhändler in wenigen Wochen auf seiner Plattform Otto.de vermieten. Wie der derzeitige Vorstandschef Alexander Birken mitteilte, soll sich das Angebot zunächst auf Artikel aus einigen wenigen Kategorien beschränken, zu denen die Bereiche Multimedia, Sport und Haushaltselektronik gehören. Dass der Versandhändler sein Geschäftsmodell immer stärker digitalisiert und sich zu einem Technologieunternehmen wandelt, liegt unter anderem an dem stetigen Umsatzwachstum in den letzten Jahren. Nach eigenen Aussagen betrage der Erlös seit 2012 500 Millionen Euro, was einem Anstieg von 23 Prozent entspricht. Auch in dem laufenden Geschäftsjahr läuft alles nach Plan, weil das Unternehmen in dieser Periode um fünf Prozent wachsen wollte und dieses Ziel bereits jetzt erreicht hat. Die größten Erfolge feiert es in dem Bereich Möbel und Multimedia, doch auch die restlichen Produktkategorien schneiden relativ gut ab. Darüber hinaus spricht Otto mehr und mehr junge Konsumenten an, die auf den mobilen Konsum setzen. Schon jetzt besucht der größte Teil der Kunden die Online-Plattform über ein Smartphone oder Tablet, sodass die Unternehmensleitung in den nächsten Jahren mit weitaus höheren Zahlen rechnet.

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Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



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