Rockets Hauptbeteiligungen „Proven Winners“ verlieren dramatisch an Wert

Es vergeht nicht eine Woche, ohne dass in der Öffentlichkeit von Rockets Verlusten die Rede ist. Jetzt sorgen die einstigen „Proven Winners“ für negative Schlagzeilen. Der Wert dieser Hauptbeteiligungen sank seit Jahresbeginn kontinuierlich, sodass die finanzielle Einbuße momentan bei einer Milliarde Euro liegt. Zusätzlich zu diesen Haupt- bereiten den Samwer-Brüdern auch noch die Neben-Beteiligungen Probleme.

Rockets Hauptbeteiligungen „Proven Winners“ verlieren dramatisch an Wert

Rockets Hauptbeteiligungen „Proven Winners“ verlieren dramatisch an Wert

Die Start-up-Schmiede Rocket Internet ist an sämtlichen Unternehmen beteiligt. Die größten und wichtigsten von ihnen führte sie bis zum Frühjahr unter der Sammelbezeichnung „Proven Winners“. Allmählich zeichnet sich jedoch immer deutlicher ab, dass diese alles andere als Gewinner darstellen. Denn der Gesamtwert fiel seit dem Jahresbeginn dramatisch. Betrug er zu diesem Zeitpunkt noch 4,5 Milliarden Euro, so sind von dieser Summe mittlerweile nur noch 3,5 Milliarden übrig geblieben. Dieser Einbrauch ist vor allem den Rocket-Töchtern und anderen -Beteiligungen geschuldet, die allesamt zur Global Fashion Group gehören. Unter ihnen befindet sich zum Beispiel der Online-Möbelhändler Home24 und etliche Zalando-Klone. Ihre Werte musste Rocket Internet nach den jeweils letzten Finanzierungsrunden herabstufen, weil sie nicht den erhofften wirtschaftlichen Erfolg zeitigten.

Das derzeitige Sorgenkind heißt Wimdu

Neben diesen Hauptbeteiligungen bereiten der Start-up-Schmiede auch noch solche Unternehmen Probleme, deren Anteile Rocket Internet nur zu einem geringen Prozentsatz hält. Als Sorgenkind gilt insbesondere der Airbnb-Klon Wimdu, den die Samwer-Brüder vor fünf Jahren als Vermittlungsplattform für Ferienwohnungen gründeten. Zu Beginn der Geschäftstätigkeit wies das Start-up ein dickes finanzielles Polster auf, doch von den anfänglichen 90 Millionen Euro Startkapital ist zwischenzeitlich der größte Teil verbraucht, ohne dass die Betreiber einen Mehrwert erzielen konnten. Aufgrund der hohen Verluste scheint Rocket Internet nun nach einem Käufer Ausschau zu halten. Aber während in der Branche über einen „Firesale“ gemunkelt wird, hält sich die Internetschmiede bedeckt und will sich zu den Verkaufsabsichten nicht äußern. „Alle betriebswirtschaftlichen Aspekte werden über Plan erfüllt und wir können sehr zufrieden mit der derzeitigen Situation des Unternehmens sein“, heißt es lediglich.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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