Der private Shopping-Club limango wird auf dem französischen E-Commerce-Markt aktiv

Frankreich gilt als Heimatland des privaten Einkaufs. Deshalb will dort in Zukunft auch der Münchner Shopping-Club limango sein Glück versuchen. Über Konkurrenz macht sich der deutsche Online-Händler keine Sorgen, sondern glaubt, für den Wettbewerb gut gerüstet zu sein. Dabei ist die Grande Nation nur die erste Station auf limangos Expansionsweg. Schon in den nächsten Monaten will das Unternehmen weitere Märkte erschließen.expansion

Der Münchner Online-Händler gilt als ein privater Shopping-Club, der es in den letzten Jahren nicht eilig hatte. Dabei ist er im E-Commerce schon sein 2007 aktiv. Die Zeit der Gelassenheit scheint nun vorbei zu sein, denn limango drängt es zu expandieren. War das Unternehmen bislang neben Deutschland zusätzlich in Polen, Österreich und in den Niederlanden präsent, so betritt es nun auch noch den französischen Markt. Dort erhofft sich limango, das Potential des „Private-Shoppings“ für sich zu nutzen, das Experten auf knapp 2,5 Milliarden Euro schätzen. Zu verdanken ist es dem Unternehmen Vente Privee, welches das Konzept eines privaten Einkauf-Clubs als erstes umsetzte und so Frankreich zu einem Eldorado für kommerzielle Online-Communitys machte.

Keine Angst vor der Konkurrenz

Dass Frankreich als die Mutter des „Private Shoppings“ gilt, versetzt limangos Geschäftsführer Marcel de Vries weder in Angst noch in Schrecken. Stattdessen gibt er sich gelassen und rechnet sich im Wettbewerb auf dem neuen Online-Markt gute Chancen aus: „Im Familiensegment sehen wir im französischen Markt wenige echte Konkurrenten. Unser Fokus auf diese Zielgruppe unterscheidet limango von anderen Shopping-Clubs.“ Um in der Grande Nation erfolgreich zu wirtschaften, engagierten die Münchner ein eigenes Vertriebsteam. Sie sollen für große Verkaufszahlen sorgen. Allerdings erfolgt die Steuerung des Geschäfts weiterhin aus der Heimatstadt, sodass das Unternehmen zunächst kein eigenes Büro in Frankreich betreiben wird.

Nach Frankreich sollen weitere Länder folgen

Die Wahl des Landes könnte mit den hervorragenden Einkaufsbedingungen zusammenhängen. Schon jetzt erwirbt limango seine Ware zu 40 Prozent aus dem Ausland und kann zum Beispiel in Frankreich auf ein Netzwerk zurückgreifen, das aus mehr als 100 soliden Handelspartnern besteht. Dieser strategische Vorteil dürfte den Shopping-Club überzeugt haben, weshalb das Land in limangos Expansionsplänen an erster Stelle stand. Mit Frankreich hat die Ausbreitung aber erst begonnen. Denn in diesem Jahr räumt der Online-Händler aus München der Internationalisierung höchste Priorität ein und will in den nächsten Monaten gleich mehrere Märkte erschließen: „Weitere Kunden werden folgen. Und das nicht nur aus Frankreich: Für weiteres internationales Wachstum sehen wir uns bestens aufgestellt“, kommentierte Vries das Vorhaben, ohne verraten zu wollen, welche Länder im Fokus stehen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Andere Unternehmen, Onlinehandel allgemein

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