Wie Paypals Software-Update Probleme bei Lastschrift-Zahlungen verursachte

Kürzlich stürzte eine technische Störung Paypal ins Chaos. Weil sein System viele Konten fälschlicherweise für gelöscht hielt, mussten Tausende Kunden in Europa Rücklastschriften hinnehmen. Mittlerweile soll das Problem behoben sein. Als Grund gab der Online-Bezahldienst ein Software-Update an.

Letzte Woche hatte Paypal mit Problemen zu kämpfen, die bei Zahlungen im Lastschriftverfahren entstanden. Laut Kundenservice waren davon europaweit mehrere Tausend Nutzer betroffen. Ihre Bankkonten hielt das System irrtümlicherweise für gelöscht, weshalb Paypal sie aus den Accounts der jeweiligen Personen entfernte. Wer keine Kreditkarte als alternatives Zahlungsmittel angegeben hatte, musste zusätzlich dazu Rücklastschriften hinnehmen. Im Zuge dieser Ereignisse erhielten die Leidtragenden eine Benachrichtigungsemail, in der er es hieß: „Ihre Bank hat uns in einer automatischen Antwort mitgeteilt, dass Sie mit einem bereits geschlossenen Bankkonto bezahlen wollten.“ Zunächst glaubten nicht wenige, es handele sich dabei um eine Phishing-Mail. Als Paypal kurze Zeit später die Systemstörung publik machte, mussten sie jedoch mit Bedauern feststellen, dass sie Opfer eines technischen Fehlers geworden waren.Wie Paypals Software-Update Probleme bei Lastschrift-Zahlungen verursachte

Kunden konnten ihr gesperrtes Konto nicht aktivieren

Über die Probleme informierte der Payment-Dienst unter anderem in einer Mitteilung auf seiner deutschen Webseite. „Durch einen technischen Fehler sind am 26. und 27. Juli per Banküberweisung getätigte PayPal-Zahlungen fehlgeschlagen“, hieß es dort, wobei sich das Unternehmen bei seinen Kunden entschuldigte und ihnen empfahl, für Zahlungen derzeit lieber die Kreditkarte zu verwenden. In der Zwischenzeit wollte es den Fehler so schnell wie möglich beheben. Wie viele der insgesamt 17,2 Millionen Kunden in Deutschland davon betroffen waren, konnte Paypal zu diesem Zeitpunkt nicht einschätzen. Zudem kam das Problem auf, dass sich ein gesperrtes Konto nicht mehr so einfach aktivieren ließ. Dementsprechend groß war das Chaos, mit dem sich viele Kunden ausgerechnet am Ende der Woche abfinden mussten.

Das technische Problem ist behoben

Mittlerweile ist die Störung behoben. Laut Paypal soll sie ein Software-Update verursacht haben, wie es in einer neuen Mitteilung heißt: „Das Problem wurde durch eine Neukodierung ausgelöst, die kürzlich umgesetzt wurde.“ Für manche Kunden kam damit eine mehrtägige Leidenszeit zu ihrem Ende. Viele von ihnen haben in der Zwischenzeit bestätigt, dass der Online-Bezahldienst ihre Konten wieder freigeschaltet habe und diese nun gewohnheitsgemäß in ihrem Paypal-Account aufgeführt seien. Dafür musste jeder Nutzer sein Konto manuell aktivieren. Allerdings erwies sich das alles andere als einfach, weshalb der Kundenservice in manchen Fällen aushelfen musste.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Bezahldienste, Gesetz, Sicherheit, Onlinehandel allgemein

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