Kaufentscheidungen und Nachhaltigkeit

WE Communications hat zusammen mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov eine repräsentative Umfrage unter mehr als 2.000 Deutschen zum Thema „Kaufentscheidungen und Nachhaltigkeit“ durchgeführt.

Es wird deutlich, dass Nachhaltigkeit für die deutschen Konsumenten zwar eine Rolle spielt, jedoch Attribute wie Funktionalität, Qualität sowie der Preis weiterhin unangefochten sind. Markanter ist das unterschiedliche Preisbewusstsein der einzelnen Generationen, denn während mehr als die Hälfte der Befragten prinzipiell bereit wäre, mehr Geld für nachhaltige Produkte zu bezahlen, sind es vor allem jüngere Konsumenten, die einen deutlichen Preisaufschlag hinnehmen würden.

Kaufentscheidungen und Nachhaltigkeit

Kaufentscheidungen und Nachhaltigkeit

Allerdings sind gerade die jüngeren Befragten nicht sonderlich optimistisch, was die Auswirkungen eigener Kaufentscheidungen angeht: Nur 37 % denken, dass ihre Entscheidungen positive Auswirkungen auf soziale und ökologische Probleme haben könnten. Sie sehen sich 35 % gegenüber, die eher nicht glauben, durch ihre Kaufentscheidungen etwas bewirken zu können. In der Altersgruppe ab 45 Jahren herrscht weniger Unsicherheit: Die Hälfte (50 %) glaubt an positive Auswirkungen ihrer Kaufentscheidungen im Gegensatz zu knapp 19 %, die nicht so optimistisch sind. Insgesamt sehen sich ein Drittel (32 %) der Befragten nicht in der Lage, diese Frage zu beantworten.

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

  • Knapp die Hälfte (48 %) der deutschen Konsumenten glaubt, dass ihre persönliche Kaufentscheidung eine eher positive bis sogar sehr positive Auswirkung auf soziale und ökologische Probleme hätte.
  • Die Deutschen schätzen an ihren Produkten Funktionalität und Qualität (je 93 %), Effizienz (91 %), ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (90 %) sowie Features (87 %). Nachhaltigkeit (58 %) und die Auszeichnung von Produkten mit Zertifikaten und Labels wie Fair Trade (48 %) fallen hierbei deutlich ab.
  • Bemerkenswert ist dabei die Altersverteilung über alle Kategorien hinweg. Es sind gerade ältere Menschen (45+), die die Wichtigkeit dieser Attribute schätzen und sich dafür aussprechen.
  • Geht es um die Frage, wieviel deutsche Konsumenten bereit wären für ein Produkt zu zahlen, das gleichwertig und gleichzeitig nachhaltiger, fairer oder sozialer ist, wird eine Diskrepanz deutlich: Prinzipiell erklärt sich mehr als die Hälfte der Befragten (53 %) bereit, 5 % bis 10 % mehr zu zahlen. Allerdings schließen gleichzeitig rund ein Viertel der älteren Befragten (45+) einen höheren Preis kategorisch aus – bei den 18- bis 24-Jährigen ist es nur jeder Achte (12 %). Darüber hinaus sind 18 % der jüngeren Befragten bereit, einen Preisaufschlag von 25 % zu bezahlen – im Gegensatz zu gerade einmal 7 % bei der älteren Generation.
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