Der Londoner Möbel-Anbieter Made.com fordert die Rocket-Konkurrenz heraus

Der deutsche Möbelmarkt bekommt einen neuen Teilnehmer aus Großbritannien. Das Start-up Made.com zählt zu den großen Aufsteigern der letzten Jahre und breitet sich zunehmend aus. In Deutschland muss es sich gegen die Rocket-Konkurrenten Home24 und Westwing behaupten und setzt dabei auf exklusives Möbeldesign. Allerdings will der Londoner Händler nicht nur online aktiv sein.

Der Londoner Möbel-Anbieter Made.com fordert die Rocket-Konkurrenz heraus

Der Londoner Möbel-Anbieter Made.com fordert die Rocket-Konkurrenz heraus

Das Gründungsjahr des Londoner Start-ups Made.com liegt noch nicht lange zurück. Seit 2010 kämpfte sich das Unternehmen stetig nach oben und avancierte zu einem der größten Online-Anbieter von Design-Möbeln in Europa. Gewachsen ist auch seine Mitarbeiterzahl, die momentan bei 250 liegt. Dass Made.com noch in diesem Jahr weitere Stellen schaffen wird, gilt als ausgemacht. Denn der Möbelhändler breitet sich allmählich auch auf dem deutschen Markt aus. Seinen Online-Shop machte er hierzulande im März verfügbar, womit er nach Großbritannien, Irland, Frankreich, Italien, Belgien und den Niederlanden mittlerweile in sieben Ländern aktiv ist. In Deutschland muss sich Made.com jedoch gegen die Rocket-Konkurrenten Home24 und Westwing durchsetzen. CEO Ning Li zeigt sich jedoch zuversichtlich und sieht die eigenen Vorteile im Produktangebot, das sich durch hochwertiges Design und niedrige Preise auszeichnet.

Möbelhandel in Deutschland: großer Markt und lebhafte Designer-Szene

Dass Ning Li und sein Partner Bent Hoberman sich trotz der ernstzunehmenden Rocket-Konkurrenz für Deutschland entschieden haben, liege vor allem an der Größe des hiesigen Möbelmarktes. Begünstigend wirke zudem die lebhafte Designer-Szene in Berlin, von der sich Made.com ausgefallene Ideen für die eigenen Produkte verspricht. Deswegen verfolgt das Unternehmen die Strategie, nicht nur online aktiv zu sein, sondern in den jeweiligen Ländern mit eigenen Showrooms Präsenz zu zeigen. Der erste öffnete seine Türen in Paris vor wenigen Wochen. Für September ist ein zweiter in der deutschen Hauptstadt geplant, wo Made.com seit März ein Büro unterhält. Die Geschäfte leitet hier Christoph Haberbauer, der zuvor für den Highend-Design-Shop Hem tätig war. Als County-Manager soll er nun Made.com zu mehr Einfluss auf dem deutschen Markt verhelfen.

Auf die eigene Designkompetenz setzen und Eigenmarken aufbauen

Während sich das Londoner Start-up hierzulande in Stellung bringt, geht es zugleich auf Kuschelkurs mit den Konkurrenten Home24 und Westwing. Sagte der Modehändler ihnen im letzten Jahr noch lautstark den Kampf an, findet er jetzt friedliche Worte. Laut CEO Li habe Made.com einen anderen Ansatz als die Rocket-Firmen, weshalb sie sich nicht gegenseitig die Kunden streitig machen würden. Während Home24 und Westwing eher den Massenmarkt bedienten, besetze Made.com eher eine Nische, indem es dem Design-Aspekt Priorität einräume. Konkurrenz sehe das Londoner Unternehmen eher in der Offline-Branche. Um sich gegen sie durchzusetzen, versucht das Start-up zunächst, die eigene Produkt- und Designkompetenz auszubauen. Daraufhin will es Eigenmarken schaffen und sich dadurch die Marktanteile sichern.

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Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



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