Amazon Dash Button: Unternehmen zahlen 15 US-Dollar je verkauftem Button plus Umsatzbeteiligung

Wie läuft das Amazon Dash Button Business?

Wie läuft das Amazon Dash Button Business?

Das Wall Street Journal hat Dokumente von Amazons Business mit den Dash Buttons einsehen können. Den Unterlagen zufolge zahlen die verschiedenen Unternehmen dem Konzern 15 US-Dollar je verkauftem Button und beteiligen Amazon ferner mit 15% an allen folgenden Umsätzen.

Im April 2015 hatte Amazon USA die Dash-Buttons präsentiert. Sie sind eine Art magnetischer Pin, wie sie viele Menschen am Kühlschrank haben. Diese Buttons wurden für verschiedene Produkte – unter anderem auch Waschmittel vorgestellt: einmal eingerichtet sorgt ein Knopfdruck auf den Button dafür, dass Amazon automatisch eine Bestellung für das jeweilige Produkt erhält und versendet. Die genaue Bestellmenge und den Produkttyp legt der Käufer in der entsprechenden Amazon-App (iOS oder Android) fest. Die Kommunikation erfolgt über ein WLAN-Netz.

Das Wall Street Journal berichtet weiterhin, dass das Programm in Bälde um ein Dutzend weitere Marken erweitert werden soll. Viele der teilnehmenden Firmen wollten erst einmal beim Dash-Programm dabei sein, um – bei Erfolg des Programms – auf der Amazon-Teilnehmerliste zu stehen. Das Joint Venture sei ein wichtiges Marketing-Tool, wichtiger als ein Produkt-Verkaufssystem.

Den ersten teilhabenden Firmen (Procter& Gamble oder PepsiCo) sei Amazon entgegengekommen und habe ihnen die Teilnahmegebühr von 200.000 US-Dollar erlassen.

Die Endverbraucher, in diesem Fall nur US-amerikanische Amazon Prime-Kunden, müssen auch eine Gebühr bezahlen. Sie liegt für einen Dash-Button bei jeweils 4,99 Dollar. Diese wird jedoch bei späteren Bestellungen berücksichtigt.

Weniger als die Hälfte der Menschen, die seit März 2015 einen Dash-Button gekauft haben, haben diesen überhaupt benutzt, um einen Folgeauftrag aufzugeben, schätzt Slice Intelligence. Diejenigen Verbraucher, die den Button für einen Einkauf tatsächlich verwenden, tun dies etwa einmal alle zwei Monate.

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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