Fahrdienstvermittler Lyft testet ein Feature für Terminbuchungen

Um pünktlich bei Terminen zu erscheinen, wünschen sich viele Lyft-Nutzer eine Funktion, die Vorausbuchungen ermöglicht. Diesen Wunsch hat der Fahrdienstvermittler aus San Francisco nun umgesetzt. Ob auch sein größter Konkurrent dieses Feature einführt, ist jedoch ungewiss.

Fahrdienstvermittler Lyft testet ein Feature für Terminbuchungen

Fahrdienstvermittler Lyft testet ein Feature für Terminbuchungen

Im E-Commerce dreht sich derzeit alles um Pünktlichkeit. Jetzt sollen nicht nur Pakete beim Kunden zu einem zuvor vereinbarten Zeitpunkt ankommen, sondern auch der Hobbyfahrer. Das ist zumindest die Idee des amerikanischen Online-Vermittlers Lyft, der seit Montag ein Feature für Terminbuchungen testet. Die Nutzer können nun Fahrten im Voraus buchen und per App den Zeitpunkt für die Abholung festlegen. Bisher waren nur Buchungen in Echtzeit möglich, doch scheint dieser Service für viele Kunden nicht ausreichend zu sein. Sie wünschen sich mehr Planungssicherheit, auf die es insbesondere bei Fahrten zum Flughafen oder Geschäftstreffen ankommt. Mit der neuen Funktion kommt Lyft ihnen nun entgegen und versucht dabei herauszufinden, ob Terminbuchungen auf eine breite Zustimmung stoßen.

Das neue Feature erlaubt Updates und Stornierungen

Die Funktion ist leicht zu bedienen und sollte den Nutzern keine Probleme bereiten. Diese müssen zunächst den Abholort auswählen und daraufhin das Uhr-Symbol auf der rechten Seite antippen, um den gewünschten Zeitpunkt zu bestimmen. Sollte es in der Zwischenzeit zu Änderungen kommen, können die Nutzer ihre Terminbuchung aktualisieren oder sogar stornieren. Allerdings ist das bis spätestens 30 Minuten vor der Abholungen möglich, ohne dass dafür Kosten entstehen. Wie hoch die Gebühren bei kurzfristigen Änderungen ausfallen, gab Lyft jedoch noch nicht bekannt. Unklar ist auch die Regelung bei staubedingten Verspätungen. Ob ein Fahrgast dann einen Aufpreis zahlen oder der Fahrer für einen Teil der Kosten aufkommen muss, wird sich schon bald zeigen. Zwischenfälle dieser Art haben jedenfalls das Potential, den Service unattraktiv zu machen.

Bietet jetzt auch Uber diese Funktion an?

Für die Testphase hat sich der Online-Vermittler die Stadt San Francisco ausgesucht, wo Lyft seinen Hauptsitz hat. Hier können seine Kunden die Funktion bereits nutzen. Wenn der Service bei ihnen für Zufriedenheit sorgt, wird das Unternehmen ihn auch in anderen US-amerikanischen Großstädten einführen. In New York konkurriert Lyft jedoch mit dem Dienstleister Gett, der die gleiche Funktion bereits seit einem Jahr anbietet. Auch Uber spielte mit der Idee, Terminfahrten möglich zu machen. Allerdings blieb die Umsetzung bis heute aus. Noch ist der Service mit zu viel Risiken verbunden. Und auch Lyft ist gut beraten, sich zunächst Gedanken darüber zu machen, wie die Fahrer auf die neue Funktion reagieren werden. Terminfahrten setzen sie unter Druck, den Fahrgast in der vereinbarten Zeit pünktlich am Zielort absetzen zu müssen. Daher ist es fragwürdig, ob sie dem neuen Dienst genauso aufgeschlossen gegenüberstehen wie Lyft selbst.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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