Unique Identifiers: Ergänzende Tracking-Verfahren zu Cookies

Wie Konsumenten auf die eigenen Marketing- und Werbekampagnen reagieren, möchten Unternehmen möglichst genau wissen. Deshalb greifen sie auf eine Reihe von Tracking-Verfahren zurück, von denen sich jedoch die meisten nur als bedingt hilfreich erweisen. Eine bessere Lösung scheinen „Unique Identifier“ zu sein. Sie sorgen für Präzision und garantieren den Datenschutz.

Cookies sind mittlerweile überholt und unzeitgemäß. Galten sie in den übersichtlichen Internet-Zeiten des Online-Konsums noch als ein wirksames Tracking-Verfahren, scheint ihnen mittlerweile die Effizienz abzugehen. Was sie über einen Konsumenten ermitteln, verschafft den heutigen Marketing- und Werbe-Abteilungen kaum Befriedigung. Zu Daten wie den besuchten Webseiten oder der angeklickten Werbung, können sie noch verhelfen. Konsumenten über mehrere Geräte in Off- und Online-Kanälen zu verfolgen, das gelingt Cookies schon nicht mehr. Dieses Problem gehen Marketing-Experten derzeit mit ergänzenden Tracking-Technologien an, um sich präzisere Daten über das Konsumverhalten der Kunden zu verschaffen. Die Lösung lautet dabei „Unique Identifiers“. Diese eindeutigen Kennungen liefern ein detailreicheres Nutzer-Profil, weil sie auf einem Abgleich unzählig vieler einzigartiger IDs beruhen, die unterschiedliche Werbetechnologien erzeugen.

Unique Identifiers: Ergänzende Tracking-Verfahren zu Cookies

Unique Identifiers: Ergänzende Tracking-Verfahren zu Cookies

Einzigartige IDs sind an das jeweilige Tracking-System gekoppelt

Einzigartige IDs bieten unter anderem Informationen zum Alter, Geschlecht oder Einkommen des Konsumenten. Allerdings werden diese Daten getrennt gespeichert, weil sie jeweils an die Tracking-Technologie gekoppelt sind, die sie erzeugt. Das gilt zum Beispiel für CRM-Systeme, E-Mail-Plattformen oder AdServer. Wenn Marketing-Experten mit ihnen arbeiten, können sie sich daher immer nur zum Teil ein Bild vom Konsumenten machen. Das erschwert es ihnen, auf die Bedürfnisse der Zielgruppe optimal einzugehen. Abhilfe schaffen hierbei sogenannte deterministische und probalistische Techniken, die solche einzigartigen IDs sammeln und daraus einen einzigen „Unique Identifier“ formen, ohne jedoch die Privatsphäre des Nutzers anzutasten. Das ist deswegen möglich, weil zum Beispiel deterministische Techniken sich auf Daten von Drittanbietern wie Google, Amazon oder Facebook stützen, die sie wiederum von ihren Nutzern erhalten. Ihre Aneignung erfolgt daher indirekt, während probalistische Techniken personenbezogene Daten entfernen, nachdem sie mithilfe von Algorithmen verschiedene Datenpunkte abgeglichen und dadurch wahrscheinliche Übereinstimmungen generiert haben.

Vorteile für Marketing-Experten und Konsumenten

Die Verwendung eindeutiger Kennungen verschafft Marketing-Experten enorme Vorteile, weil sie dadurch Zielgruppen mit größerer Genauigkeit erreichen und den Erfolg besser messen können. Sie finden zum Beispiel leichter heraus, was ihre Botschaften bei Zielgruppen bewirken und welche Medien sich eher für eine Marketing- bzw. Werbekampagne eignen und den gewünschten Effekt zeitigen. Davon profitieren auch die Konsumenten selbst. Denn sie erhalten dadurch nur die Werbung, die für sie tatsächlich relevant ist. Diese Vorteile für beide Seiten machen die eindeutigen Kennungen attraktiv. Sie erweisen sich als eine sinnvolle Ergänzung zu Cookies und könnten in naher Zukunft das E-Commerce befruchten, indem sie sowohl Marketingkampagnen optimieren als auch für positive Kundenerlebnisse sorgen.

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Eugen (Redakteur)

Über den Autor

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



Kategorien: Onlinehandel allgemein

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