Wayfair bereitet sich auf die 3D-Technologie im E-Commerce vor

Virtual Reality gehört zu den großen Schlagwörtern der gegenwärtigen Startup-Szene. Dass die 3D-Technologie daher schon bald auch das E-Commerce bestimmen wird, gilt für viele als ausgemacht. Dieser Meinung ist auch der amerikanische Online-Möbelhändler Wayfair, der zu diesem Zweck ein Innovationslabor eingerichtet hat.

Die 3D- und Virtual-Realty-Technologie ist momentan auf dem Vormarsch, sodass Geräte wie „Oculus Rift“ in immer mehr Bereichen Verwendung finden. Schon bald werden sie auch im E-Commerce eine entscheidende Rolle spielen. Davon geht zumindest der amerikanische Online-Möbelhändler Wayfair aus, der deswegen in seinem Bostoner Hauptsitz ein Innovationslabor für 3D-Technologie einrichtet. Das teilte letzte Woche der Co-Gründer Steve Conine mit. Dadurch will sich das Unternehmen früh genug auf den Moment vorbereiten, wenn 3D- und Virtual-Reality-Geräte zum Mainstream geworden sind. Dann sollen die eigenen Kunden schnell die Möglichkeit bekommen, Wayfair-Produkte in den eigenen vier Wänden zu visualisieren. In der Labor-Einrichtung sieht Conine daher einen wichtigen Schachzug, der dem Online-Möbelhändler später einen Marktvorteil verschaffen wird.

Wayfair bereitet sich auf die 3D-Technologie im E-Commerce vor

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Schneller als die Konkurrenz sein

Um die Konkurrenz hinter sich zu lassen, versetzte das Unternehmen zwei Ingenieure aus einer anderen Abteilung und stellte vier weitere ein. Diese haben die Aufgabe, die aktuelle 3D-Technologie zu verbessern und sie benutzerfreundlich zu machen. Conine selbst geht davon aus, dass die entsprechenden Geräte in den nächsten Jahren den Kunden keinerlei Probleme bereiten werden. Deswegen wolle Wayfair in der Branche nicht als Nachzügler gelten, sondern zu den ersten Online-Modeunternehmen gehören, die mit Hilfe der Technologie Handel treiben. Wie viel die Labor-Einrichtung gekostet hat, wollte Conine hingegen nicht verraten. Die nötigen finanziellen Mittel dürften jedoch vorhanden sein. Denn das Unternehmen aus Boston befindet sich gerade in Aufwind und konnte den Umsatz im ersten Quartal dieses Jahres um ganze 93 Prozent steigern. Zudem investierte es verstärkt in die Online-, TV- und Postversandwerbung, die sich nun zu rentieren scheint.

Die Konkurrenz schläft nicht

Dass die Virtual-Reality-Technologie auch den mobilen Handel verändert, dessen ist sich der Co-Gründer sicher. Noch sind die Smartphones nicht im Stande, 3D-Bilder darzustellen. Doch die nächste Generation wird das schon leisten können, wie Conine vermutet. Deswegen sollen die Ingenieure im Innovationslabor auch in diesem Bereich forschen und nach lukrativen Lösungen suchen. Darüber hinaus könnten Geräte wie Facebooks „Oculus Rift 3-D-Spiele-Headset“ in naher Zukunft auch für andere Zwecke verwendet werden, unter anderem für den Handel. Diese Durchdringung des Alltags bewirke laut Conine, dass sie bald immer Menschen besitzen würden. Ihnen will Wayfair entgegenkommen und die entsprechenden Dienste anbieten. Doch das Möbelhaus aus Boston ist nicht der einzige Händler, der mit der 3D-Technologie experimentiert. Auch das Design-Unternehmen Modsy probiert sich in diesem Bereich aus und arbeitetet mit acht namentlich nicht genannten Händlern zusammen, um technische Lösungen für den Vertrieb zu finden. Derzeit ermöglicht Modsy seinen Kunden, Raumbilder ihrer Wahl auf die Firmenhomepage hochzuladen und sie zu 3D-Modellen verarbeiten zu lassen. Diese schickt ihnen Modsy dann nach nur zwei Tagen per Email.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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