Betrug bei eBay: Vater und Stiefsohn stehen Gericht

eBay-Betrug: Vater und Stiefsohn stehen Gericht

eBay-Betrug: Vater und Stiefsohn stehen Gericht

Seit dem 2.Mai 2016 stehen ein Vater und sein Stiefsohn in Bochum vor Gericht. Monatelang sollen sie mit gefälschten eBay-Accounts eine Betrugsserie begangen haben. Laut Anklage wurde auch der Name des Oberbürgermeisters von Herne für die Gaunereien missbraucht. Neben dem Namen des Oberbürgermeisters sollen die mutmaßlichen Betrüger aber auch die Namen von Hernes CDU-Chef und von Castrop-Rauxels Ex-Bürgermeister für eBay-Versteigerungen verwendet haben.
Unter den fingierten Mitgliedskonten „dudda1963“, „mschlueter1968“ und „jobeis“ kaufte oder verkaufte das Duo laut Anklage Eintrittskarten für Top-Spiele der Bundesligisten FC Schalke 04, Bayern München oder Dortmund.

Bezahlt wurde unter illegaler Nutzung fremder Pay-Pal-Konten. Die Ware wurde in aller Regel an leerstehende Wohnungen in Wanne-Eickel geliefert. Das Duo soll vorab die Briefkästen der Wohnungen absichtlich mit Werbung überfüllt und durch Aufkleben der Bestellernamen so vorbereitet haben, dass sie ohne Schlüssel an die Post gelangen können. Nach Erhalt der Karten sollen sie die Tickets an Dritte weiterveräußert haben.

Insgesamt geht es vor der 2. Wirtschaftsstrafkammer um 40 Betrugsfälle. Bei der Bestellung von Fußball- und Formel-1-Karten, Konzerttickets sowie Wertgutscheinen sollen die beiden auch oft manipulierte eBay- oder PayPal-Accounts mit den Namen von kürzlich verstorbenen Personen eröffnet haben. Der entstandene Schaden liegt in diesem Fall über 10.000 Euro.

Zum Prozessauftakt haben sich die Beklagten noch nicht selbst geäußert. Ihr Verteidiger deutete allerdings schon an, dass Vater und Stiefsohn umfassend „an der Aufklärung des Sachverhalts mitarbeiten wollen“.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Gesetz, Sicherheit

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