Googles neue Bottom-Ads verhelfen zu mehr Klicks und niedrigeren Werbekosten

Wer noch vor Kurzem Google für Suchanfragen nutzte, fand rechts von den Trefferergebnissen eine Spalte mit Werbeanzeigen. Diese Anordnung ist nun Geschichte. Neu sind hingegen die Buttom-Ads am unteren Ende der Seite. Was diese Änderung bewirkt hat, zeigt die aktuelle Studie des Portals internetworld.de.

Googles neue Bottom-Ads verhelfen zu mehr Klicks und niedrigeren Werbekosten

Googles neue Bottom-Ads verhelfen zu mehr Klicks und niedrigeren Werbekosten

Im Februar dieses Jahres nahm Google Umstellungen auf seiner Trefferseite vor, indem es die rechte Spalte mit Werbeanzeigen abschaffte und stattdessen Bottom-Ads einführte. Damit wollte das Unternehmen einerseits mehr Platz für relevante Suchtreffer schaffen und andererseits Werbungtreibenden die Chance geben, bessere Ergebnisse zu erzielen. Diese beiden Ziele schienen unvereinbar zu sein. Nicht wenige Experten glaubten daher, dass die Verkleinerung der Werbeflächen zu einem härteren Konkurrenzkampf um die oberen Positionen und somit zu höheren Preisen führen werde. Knapp zwei Monate später jedoch erweist sich diese Befürchtung keineswegs als gerechtfertigt. Tatsächlich entfallen nun auf die Werbeanzeigen am unteren Ende der Trefferseite mehr Klicks als auf die bisherige rechte Spalte. Gleichzeitig ist aber auch noch der durchschnittliche Cost-per-Click (CPC) gesunken.

Eine viermal so hohe Klick-Rate

Die neue Desktop-Anordnung der Werbeanzeigen ähnelt der mobilen Version: Vier AdWords-Platzierungen befinden sich über den Suchergebnissen und unter ihnen noch einmal drei. Während aber am oberen Ende der ersten Seite die Anzahl der Ad-Klicks auf dem gleichen Niveau geblieben ist wie zuvor, haben die neuen Buttom-Ads zu einem besseren Gesamtergebnis beigetragen. Zu dieser Erkenntnis kommt das Portal internetworld.de, das kürzlich eine branchenübergreifende Analyse durchgeführte. Laut Studie soll dabei der Anteil aller Ad-Klicks von 71 auf 86 Prozent gestiegen sein, wobei die Performance der Bottom-Ads gegenüber den bisherigen Werbeanzeigen auf der rechten Spalte viermal so gut ausfalle. Damit ist Googles Strategie aufgegangen, denn die Reduktion der Werbefläche konnte tatsächlich zu mehr Traffic beitragen.

Durchschnittliche Kosten pro Klick um sechs Prozent niedriger

Genauso überraschend sind die Auswirkungen auf den durchschnittlichen Cost-per-Click, der im Vergleich zum Wert kurz vor der Änderung deutlich nach unten ging. Die Preise für die ersten drei Positionen fielen dabei um vier Prozent, während die Kosten für alle Platzierungen auf der ersten Ergebnisseite sogar um sechs Prozent sinken konnten. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich der Wettkampf anders als befürchtet entschärfte. Für die Verantwortlichen der Studie liegen die Gründe in der Performance der Bottom-Ads. Da diese zu mehr Klicks auf der gesamten Seite beitragen, brauchen die Werbungtreibenden nicht um die oberen vier Top-Positionen zu konkurrieren, sondern können auch mit den unteren Plätzen gut leben. Dadurch sinkt nicht zuletzt ihre Bereitschaft, für die besten Plätze viel Geld auszugeben.

Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.



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