Airbnb baut seinen Service aus und will mehr sein als ein Urlaubsvermittler

Wie alle großen Unternehmen will auch Airbnb expandieren. Mit seiner überarbeiteten App will der Community-Marktplatz den ersten Schritt machen und sein Geschäftskonzept ändern. Über die Details soll schon bald eine medienwirksame Werbekampagne informieren.

Der Sharing-Economy-Pionier lässt sich nicht unterkriegen, auch wenn er kürzlich in Deutschland einen Rückschlag hinnehmen musste. Ab Mai dürfen die Berliner Airbnb-Nutzer ihre privaten Wohnungen nur mit einer Sondergenehmigung vermieten. Außerdem sind sie gesetzlich verpflichtet, eine Auskunft über ihre Mieter zu geben. Für das Unternehmen aus San Francisco bedeutet die neue Regelung, dass die Nutzerzahlen zumindest in Deutschland stark zurückgehen werden. Dennoch wurde der Community-Marktplatz kürzlich mit 25 Milliarden US-Dollar bewertet. Dementsprechend optimistisch zeigt er sich und ergreift weiter Maßnahmen, um sich zu entwickeln. Das beweist seine mobile App, die das Unternehmen überarbeitet und um einen besseren Personalisierungsfilter erweitert hat. Von ihm erhofft sich Airbnb, künftig nicht mehr nur als Urlaubsvermittler, sondern als globales und leistungsstarkes Online-Reisebüro agieren zu können.

Airbnb baut seinen Service aus und will mehr sein als ein Urlaubsvermittler

Airbnb baut seinen Service aus und will mehr sein als ein Urlaubsvermittler

Präzisere Auswahlfragen verhelfen zum optimalen Urlaub

Mit dem neuen Filtersystem will Airbnb seinen Nutzern stärker entgegenkommen und bessere Urlaubsvorschläge liefern. Deswegen fragt die überarbeitete App als erstes nach dem Traumurlaub des Users. Je nachdem, wie die Antwort ausfällt, erhält er daraufhin die passenden Informationen über Gastgeber und Unterkünfte. Jedoch bleibt die App nicht dabei stehen, sondern lässt weitere Auswahlfragen folgen, um dem Nutzer den idealen Urlaub zu ermöglichen. Ihre Filterung ist jetzt präziser und ermöglicht eine detailliertere Personalisierung. Stützte sich das System früher auf Standard-Kriterien wie „Nähe zu den Sehenswürdigkeiten“, „gewünschte Preisspanne“ oder „Einkaufsmöglichkeiten“, berücksichtigt es künftig viel mehr Aspekte und trägt dazu bei, dass die Nutzer das für sie beste Stadtviertel finden. Darüber hinaus ist die App selbstlernend und speichert die angegebenen Präferenzen, um bei der nächsten Urlaubsanfrage den Prozess mit optimierten Vorschlägen zu verkürzen.

Der Weg zum digitalen Reisebüro

Diese Änderungen sollen Airbnb den Weg zu einer neuen Geschäftspraxis ebnen. Das Unternehmen mausert sich gerade vom Urlaubsvermittler zum universellen Online-Reisebüro, das mit Geheimtipps überzeugen will. Deswegen setzt es auf sogenannte „Guidebooks“, also virtuelle Stadt-Reise-Führer, die den Nutzern künftig exklusive Tipps zu trendigen Bars, günstigen Restaurants oder Plätzen mit Lokalkolorit geben sollen. Die Betreuung wird sich durch Distinktion und solche Empfehlungen auszeichnen, die über den Mainstream-Tourismus hinausgehen. Genau das will Airbnb seinen Nutzern vermitteln und plant eine umfangreiche Werbekampagne, die am 20. April im Fernsehen unter dem Claim „Live There“ startet und kurz darauf auch im Internet auf die Neuerung aufmerksam machen wird.
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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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