Drivenow und Total machen Carsharing noch effizienter

Drivenow und Total bringen das digitalisierte Tanken voran. Carsharing-Kunden könnten davon schon bald profitieren und viel Zeit sparen, nach der sie abgerechnet werden. Noch ist der digitale Bezahlservice auf einige Total-Tankstellen in der Bundeshauptstadt beschränkt. Doch in dem nächsten Jahr wird er auch in anderen deutschen Großstädten das Tanken erleichtern.

Drivenow und Total machen Carsharing noch effizienter

Drivenow und Total machen Carsharing noch effizienter

Das Carsharing-Unternehmen Drivenow erweitert seinen Service und kooperiert dabei mit dem Mineralöl-Konzern Total. Als erste Gesellschaft führt der Tankstellen-Betreiber eine digitale Bezahlfunktion ein, die den Datentransfer zwischen Auto und Kassensystem automatisch regelt. Damit ersetzt sie die klassische Tankkarte, die Drivenow-Kunden in den jeweiligen Fahrzeugen bislang vorfanden. An den Nutzungsbedingungen ändert die Digitalisierung nichts. Für die Benzinkosten kommt weiterhin Drivenow auf, und der Kunde erhält noch immer eine Abrechnung, die sich nach der gefahrenen Zeit bemisst. Allerdings können sie von der Neuerung zweifach profitieren. Tanken sie selber, belohnt sie Drivenow mit Bonusminuten. Diese Regelung galt von Anfang an und konnte in der Vergangenheit 80 % der Kunden überzeugen. Nun können sie mithilfe der digitalen Bezahlfunktion Zeit beim Tanken sparen und zugleich Bonusminuten ansammeln.

Funktionsweise des digitalen Tankvorgangs

Um digital zu tanken, müssen Drivenow-Kunden künftig lediglich das Amaturendisplay im Inneren des Fahrzeugs bedienen. Dieses identifiziert zunächst über das installierte Navigationssystem den Standort an der Total-Tankstelle und stellt eine Verbindung her. Schaltet der Fahrer den Motor aus, erscheint auf dem Display ein Dialogfenster mit wichtigen Anweisungen und Optionsbuttons. Der Nutzer erhält zum Beispiel Informationen zur Kraftstoffart, um sie daraufhin in den Tank zu füllen. Wenn das erledigt ist, braucht er nur noch die Zapfsäulennummer anzugeben und den Tankvorgang zu beenden. Die Systemsteuerung des Autos erledigt den Rest. Sie kommuniziert direkt mit dem Kassensystem der Total-Tankstelle und rechnet die Kosten automatisch ab. Sollte es während des Tankvorgangs zu Problemen kommen, hat der Kunde die Möglichkeit, sich ebenfalls über das Display an den Service-Dienst zu wenden.

Digitales Tanken in ganz Deutschland

Die Kooperation zwischen Drivenow und Total könnte dazu beitragen, dass digitales Tanken künftig in ganz Deutschland möglich wird. Bis Juni versucht der Mineralöl-Konzern, erst einmal in 30 Berliner Tankstellen das System umzustellen. Danach will er den digitalen Tank-Service auch in anderen deutschen Großstädten verfügbar machen. Denn Vorzug haben jedoch Städte, in denen Drivenow seine Dienste anbietet. Neben Berlin gehören dazu Hamburg, Köln, Düsseldorf und München. Allerdings könnten andere Carsharing-Unternehmen das Joint-Venture von Drivenow und Total zum Anlass nehmen, ihre Tankkarte ebenfalls zu digitalisieren. Dass sich dieses Bezahlsystem in nur wenigen Jahren deutschlandweit etabliert, ist daher gar nicht so unwahrscheinlich.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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