Alibaba steigt ins Healthcare-Business ein

Alibaba arbeitetet weiter an seiner Strategie, sich zukünftig stärker im Gesundheitswesen zu engagieren. Nach den ersten Schritten im letzten Jahr investiert es jetzt eine riesige Millionensumme in ein chinesisches Healthcare-Unternehmen, das in der Medizin technisch moderne Produkte herstellt.

Alibaba scheint in dem Healthcare-Bereich große Renditechancen zu sehen und zeigt sich bereit für eine Ausweitung des eigenen Geschäftskonzepts. Ganze 35 Millionen Dollar soll der chinesische Internetriese in die Hand genommen haben, um es in ein profitables Healthcare-Untenehmen zu investieren. Die Wahl fiel dabei auf den Konzern Wanliyun Medical Information Technology, der in Beijing ansässig ist und medizinische Bildgebungsprodukte herstellt. In China zählt er zu den ersten und fortschrittlichsten im Bereich der Gesundheitstechnologie. Das ist nicht zuletzt der Grund, warum große Investoren immer wieder ein Auge auf das Unternehmen werfen. Als größter Teilhaber gilt momentan China Resources Wandong Medical Equipment. Zu 25 % soll Wanliyun nun Alibaba gehören.

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Nächster Schritt im Healthcare-Geschäft

Damit bewegt sich der Gigant aus dem chinesischen Hangzhou geradewegs auf das Ziel zu, im Healthcare-Bereich Fuß zu fassen. Im April letzten Jahres überraschte der Internetkonzern mit der Ankündigung, über die eigene Cloud-Sparte Aliyun eine Healthcare-Plattform entwickeln zu wollen. Daraufhin folgte die Gründung der Alibaba Health Information Technology Limited, einer Tochterfirma im Bereich des Arzneimittelhandels. Damals beabsichtigte das Alibaba, mit dem digitalen Pharmageschäft die vielen Beteiligten auf dem chinesischen Gesundheitsmarkt zu vernetzen und eine Online-Community zu schaffen. Mit der Aliyun-Cloud sollten zum Beispiel Krankenhäuser die Möglichkeit bekommen, schneller Informationen austauschen und vorhandene Patientendaten analysieren zu können. Heute ein Jahr später leitet der E-Commerce-Riese einen weiteren Schritt ein und erweitert sein Healthcare-Geschäft um einen computergenerierten Bildgebungsservice.

Helfen die Millionen der chinesischen Gesundheitsindustrie?

Von dem Millioneninvestment erhofft sich Alibaba auch einen Prestigegewinn. Laut Experten könnte das Unternehmen frischen Wind in die chinesische Gesundheitsindustrie bringen, die in vielen Bereichen noch unterentwickelt ist. Zu viele Machtparteien kämpfen hier um die Durchsetzung ihrer Interessen, hemmen dabei aber den technologischen Fortschritt. Dafür wären vor allem Reformen nötig, die der Staat zwar angekündigt, aber noch nicht durchgeführt hat. Neben den gesetzlichen Hindernissen sorgen immer wieder große Pharmaunternehmen für Probleme. Sie befürchten einen Machtverlust und machen Alibaba das Leben schwer, indem sie dem neuen Mitspieler auf dem Gesundheitsmarkt vorwerfen, ein System für Datenmissbrauch und Wettbewerbsverzerrung zu erzeugen. Dennoch könnte Alibaba in dem chinesischen Healthcare-Bereich Veränderungen in eine positive Richtung bewirken und durch sein Engagement dazu beitragen, dass neue Technologien die medizinische Arbeit in Zukunft erleichtern

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Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



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