eBay zahlt 1,2 Mio.Dollar aus Sammelklage

Der eBay-Händler Luis Rosado verklagte eBay bereits im Jahr 2012. Er hatte durch das „Buy it now“-Feature einige Schwierigkeiten. Nachdem ein Bieter in der „eBay Motors Kategorie“ nicht bezahlte, hatte der Händler insgesamt dreimal ein Angebot bei eBay Motors eingestellt. Für jedes Einstellen, das ursprüngliche Angebot und zwei weitere Offerten, wurden jeweils 36 US-Dollar an eBay-Gebühren  fällig.

Luis Rosado war sich dessen wohl bewusst, dass er beim Nicht-Verkauf der Ware, keinen Anspruch auf die Rückzahlung der eBay-Gebühren hat. Er aber sah sein Problem darin, dass ein Käufer den Artikel über den „Sofort kaufen“-Button erworben hatte und nie dafür bezahlte. Die Offerte war damit von der Plattform „verschwunden“, und Rosado hatte nie Geld dafür bekommen.

Der Händler wollte sich nicht damit abfinden, dass eBay es hier nicht zulässt, dass die Offerte für die restliche Laufzeit erneut eingestellt wird oder aber die Gebühren zurückgezahlt werden. Rosado reichte eine Sammelklage gegen eBay ein.

In seiner Klage vom Oktober 2013 warf Rosado eBay Irreführung vor: „eBay biete zusätzliche Erläuterungen und ein Sammelsurium von isolierten Angaben zu der Sofort-Kauf-Option in versteckten Arealen der Webseite, wodurch der normale Verbraucher in die Irre geführt werde“, argumentierte er.

Im Jahr 2014, nach eBays drittem Ansatz alle Ansprüche niederzuschlagen, lehnte ein Richter die Beilegung des Rechtsstreits ab: Rosado könne beweisen, dass die eBay Nutzungsbedingungen irreführend und schwammig seien. Das Gericht bemängelte vor allem den Abschnitt über den Zeitpunkt des Kaufabschlusses eines Kunden.

eBay zahlte im Juli 2015 einen Vergleich über 1,2 Millionen US-Dollar, um das Gerichtsverfahren endlich zu beenden. Der von eBay gezahlte Betrag soll an alle Händler der Sammelklage ausgezahlt werden. Luis Rosado soll voraussichtlich 2.500 Dollar erhalten. Die anderen Händler können mit etwa 15 Dollar rechnen.

Eine letzte mündliche Verhandlung soll es am 25. Februar 2016 geben. Hier wird dann noch über die Anwaltshonorare sowie andere Kosten verhandelt.


Beitrag teilen: