ibi research: Weniger als 50% der Web-Händler kennt ihre Abbruchquote im Checkout-Prozess

Der Checkout-Prozess in  Online-Shops hat einen bedeutenden Stellenwert für Internet-Händler. Alle Marketingmaßnahmen haben keine Dienlichkeit, wenn ein Webshop-Besucher seine schon im Warenkorb abgelegten Waren letztendlich doch nicht bestellt. Eine Optimierung des Checkouts kann die Abbruchquoten senken und damit die Konversionsraten steigern.

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Die Optimierung des Checkouts stellt aus diesem Grund einen wichtigen Erfolgsfaktor für Web-Händler dar. ibi research an der Universität Regensburg hat das durch eine aktuelle Befragung ermittelt.

Voraussetzung für eine Optimierung des Checkouts ist eine ausreichende Datenanalyse im Web-Shop. Aber nur wenige Händler messen relevante Daten, wie die Resultate der Erhebung beweisen. Die befragten Internet- Händler messen vor allem die Anzahl der Besucher (69%).

  • 53% nur identifizieren das verwendete Endgerät
  • 53% kennen überhaupt ihre Konversionsrate im Web-Shop.
  • 45% bestimmen die Abbruchquote im Checkout-Prozess

Was bedeutet, dass 55% der Händler keine Angaben über die Qualität ihres Checkout-Prozesses treffen können.

Weitere Ergebnisse der Studie zeigen, dass trotz der stetig wachsenden Verwendung mobiler Endgeräte zum Internet-Einkauf, fast 50% der Händler darauf noch nicht vorbereitet ist. Denn nur etwa die Hälfte von ihnen hat schon einen für mobile Endgeräte optimierten Web-Shop.

  • 44% der Händler passen ihren Shop an die mobile Nutzung auf Tablets und
  • 42% an die Verwendung auf Smartphones an.
  • 33% haben zwar gegenwärtig keinen für mobile Endgeräte optimierten Web-Shop, planen dies jedoch in Zukunft zu realisieren.

Um Kunden, die den Checkout abgebrochen haben, wieder in den Webshop zurückzuholen, gibt es verschiedene Maßnahmen. Diese werden jedoch nur von 48% der Händler eingesetzt.

  • Bei 24% der Händler bleiben die Produkte im Warenkorb.
  • 18% versenden Erinnerungsmails und
  • 15% nutzen Werbeanzeigen (Retargeting).
  • 7 % nutzen Rabatte und
  • 6 % Gutscheine, die als erfolgreichste Reaktivierungsmaßnahmen von den befragten Internet-Händlern bewertet wurden.

Insgesamt zeigen die Resultate der Untersuchung, dass die Optimierung des Checkouts einen großen Nutzen für Online-Händler darstellen kann und damit ein Erfolgsfaktor ist. Aus den Studienergebnissen wird auch deutlich, dass viele Online-Händler erforderliche Hilfsgrößen nicht messen, woraus sie jedoch optimierende Maßnahmen für den Checkout-Prozess ableiten könnten. Das sich ständig ändernde Kundenverhalten und die Innovationen führen dazu, dass die Optimierung des Checkout-Prozesses auch in Zukunft ein wichtiges Thema bleibt. Aus diesem Grund ist für Online-Händler ein regelmäßiges Monitoring des Checkouts unerlässlich, um auf gestiegene Abbruchquoten reagieren zu können.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick:

  • Immer mehr User nutzen mobile Endgeräte zum Online-Shopping – doch fast 50% der Händler ist darauf noch nicht vorbereitet.
  • 90% der deutschen Händler analysieren nicht regelmäßig den Checkout-Prozess.
  • Weniger als 50% der Händler misst die Abbruchquote im Checkout.
  • Kunden, die über Mobiltelefone den Shop besuchen, verbringen im Schnitt nur halb so viel Zeit dort als solche, die über Desktop kommen, dennoch muss der mobile Kunde durchschnittlich vier Schritte im Checkout durchlaufen.
  • Bei einem Drittel der Händler ist eine Zahlartensteuerung im Web-Shop verfügbar und bei weiteren 11% ist diese geplant.
  • Etwa 50% der Händler setzt für Kunden, die den Checkout abgebrochen haben, Reaktivierungsmaßnahmen ein.