Amazon akquiriert den Videodienst Elemental

Heutzutage kann man Filme oder Videos entweder im Fernsehen oder aber im Internet anschauen. Zu diesen bestehenden Möglichkeiten fügt Amazon für seine mobilen Zuschauer noch eine Neue hinzu – durch den Zukauf von Elemental. Elemental bietet Software-definierte Videolösungen an, mit denen Inhalte in unterschiedlichsten Versionen dargestellt werden können.

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Mit Amazon Prime stellt der Online-Handel seinen Abonnenten Filme und Serien per Video on Demand zur Verfügung. Der Trend geht allerdings immer stärker hin zur mobilen Nutzung. Dafür müssen Serien so formatiert werden, dass sie auf dem Smartphone oder dem Tablet PC abgespielt werden können. Eine große Hilfe ist hier das Start-Up aus Portland. Elemental Technologies sorgt für die Enkodierung von Video für unterschiedliche Bildschirmgrößen.

Vergangene Woche gab Elemental die Neuigkeit auf seiner Website bekannt: Gemeinsam mit Amazon soll das größte Video-Netzwerk der Welt aufgebaut werden. Bei der Zusammenarbeit in den letzten vier Jahren hätten beide Unternehmen, so Elemental-CEO Sam Blackman, festgestellt, dass sie die gleichen Grundwerte verfolgten. Nach ausgiebiger Überlegung habe man sich daher dazu entschlossen, den Weg gemeinsam mit Amazon zu gehen.

Obwohl das Start-Up von Amazon akquiriert wurde, wird sich am Namen nichts ändern. Die Elemental-Software soll dazu genutzt werden, die Cloud-Angebote zu verbessern. Die Technik soll mit AWS verbunden werden, um die Performance aus der Cloud gelieferter Videostreams zu verbessern. Neben Amazon zählen unter anderem Apple, Microsoft, Intel und Nvidia zu den Kunden von Elemental.

Über den Kaufpreis herrscht Stillschweigen. Allerdings schreibt der Internetretailer, dass Amazon rund 500 Millionen Dollar für das Start-Up gezahlt haben soll. Die Transaktion soll im vierten Quartal 2015 abgeschlossen sein.

Elemental wurde vor neun Jahren gegründet und hat heute mehr als 700 Kunden.