Erneute Warnung vor betrügerischen Mails von Amazon und PayPal

Die Welle der betrügerischen E-Mails ebbt nicht ab. Aktuell warnt die Verbraucherzentrale in Leipzig vor Fake-Mails, die angeblich  von Amazon, PayPal oder der Deutschen Telekom versandt wurden. Die Mails sind kaum mehr von echten zu unterscheiden, weshalb besondere Vorsicht gilt.

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Selbst erfahrene Internetnutzer tappten in die von Betrügern gestellten Spam-Fallen, so Sprecherin Katja Henschler. Auch sogenannte Spamfilter helfen dagegen nicht mehr.

Nach Aussage von Henschler verleihen die fingierten Absender den Mails einen geschäftlichen und damit auch wichtigen Anschein. Hierdurch entsteht bei den Empfängern unter Umständen psychologischer Druck. Dieser werde noch verstärkt, da die Nutzer in den gefälschten Mitteilungen von Amazon oder PayPal immer öfter persönlich angesprochen werden.

Die Empfänger werden vermehrt dazu aufgefordert, ihre Kontodaten zur Kontrolle zurückzusenden. Die Opfer hätten manchmal den Betrügern äußerst sensible Daten, wie etwa die eigene Kontoverbindung, übermittelt.

Henschler erklärt: „Wird das Amazon-Passwort auch für andere Seiten verwendet, wohlmöglich für Facebook oder das Online-Banking, breitet man den Betrügern geradezu einen roten Teppich aus.“

Im Unterschied zur Vergangenheit, als solche betrügerischen Mails vielfach gleich vom Spam-Filter des Mailprogramms abgefangen und aussortiert wurden, ist das bei den aktuellen Betrugsmails zunehmend nicht mehr der Fall.

Katja Henschler macht deutlich, dass keiner mehr blind auf den Spam-Filter bauen und glauben sollte, dass Spam-Mails zwangsläufig auch im Spam-Ordner landen. Empfänger von Mails sollten stattdessen generell auch bei Mails von bekannten Anbietern argwöhnisch sein und den Inhalt exakt kontrollieren, bevor Daten zurückgesandt werden. Das Öffnen der Nachricht selbst sei normalerweise noch risikolos, so die Verbraucherzentrale. Eine Rückfrage beim Anbieter könne zudem Zweifel ausräumen.

Prinzipiell empfiehlt die Verbraucherzentrale, für jedes Internet-Konto auch ein eigenes Passwort zu nutzen.

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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