ECC-Studie Payment 2020 – Zahlungsverfahren müssen Kanal-, Landesgrenzen überwinden

Cross-Channel-Fähigkeit und internationale Einsetzbarkeit sind aus Händlersicht entscheidende Erfolgsfaktoren für Zahlungsverfahren im Jahr 2020. Für Konsumenten werden Internationalität und Mobile-Nutzung zukünftig wichtiger. Sicherheitsbedenken der Verbraucher müssen noch überwunden werden. Dies sind Erkenntnisse aus der aktuellen Payment-Studie des ECC Köln in Zusammenarbeit mit Skrill, einem der führenden Online-Payments-Anbieter sowie aus weiteren Studien.

Händler: Erfolg hängt von international einsetzbaren Zahlungsverfahren ab

Sechs von zehn befragten Online-Händlern meinen, bis 2020 müssen Zahlungsverfahren kanalübergreifend (online wie stationär) genutzt werden können. Mehr als die Hälfte der Online-Händler glaubt, dass ihr Erfolg zukünftig bedeutend davon abhängt, ob sie international einsetzbare Zahlungsverfahren anbieten. „Um sicherzustellen, dass Händler die richtigen Zahlungsmittel für ihre Zielmärkte anbieten, sollten sie mit einem Zahlungsanbieter zusammenarbeiten, der nahtlos die lokal bevorzugten Zahlungsmittel in ihren Shop integrieren kann“, empfiehlt Robert Piliar, Head of Sales DACH von Skrill. So bietet Skrill zurzeit 100 unterschiedliche Bezahloptionen an – darunter Kreditkarten, sowie Rechnungskauf und Prepaid-Karten über die Marken der Skrill Group, payolution und paysafecard.

ECC-Studie Payment 2020 - Zahlungsverfahren müssen Kanal-, Landesgrenzen überwinden

ECC-Studie Payment 2020 – Zahlungsverfahren müssen Kanal-, Landesgrenzen überwinden

Konsumenten: Internationalität und Mobile-Nutzung wird wichtiger

Grenzüberschreitendes Online-Shopping wird für Konsumenten immer selbstverständlicher, insbesondere für jüngere Online-Shopper bis 29 Jahre (rund 45%). Bei den über 50-Jährigen sind es noch knapp 39 Prozent.

Cross-Channel: Angebot bevorzugter Zahlungssysteme wichtig

Zur Verbesserung der Conversion Rate sollten die Verbraucher ihre bevorzugten Zahlungssysteme überall dort finden, wo sie einkaufen wollen. „Deshalb sollten Zahlungsverfahren nicht nur als Mittel zum Abschluss einer Transaktion, sondern als Business-Tool verwendet werden, um die Kundenzufriedenheit zu verbessern, Loyalität aufzubauen und Folgeumsatz zu generieren. Um die Conversion-Rate zu steigern, sollten Händler die Zahlungsmittel daher auch auf Smartphones und Tablets anbieten“, so Robert Piliar.

Zahlungssicherheit spielt bei Händlern und Konsumenten zentrale Rolle

Für zwei Drittel der Online-Händler spielt die Zahlungssicherheit eine zentrale Rolle bei der Auswahl eines Zahlungsverfahrens, gefolgt von Kundenfreundlichkeit (54%). Bei den Verbrauchern nimmt die Sicherheit der Zahlungsmethode mit 80 Prozent einen weit höheren Stellenwert ein und auch auf die Seriosität des Anbieters legen 72 Prozent der Konsumenten großen Wert. „Für Händler und auch für Skrill als Online-Bezahlanbieter besitzen die Sicherheitsanforderungen bei Bezahlverfahren den höchsten Stellenwert. Durch die ständige Weiterentwicklung modernster Technologien und umfassender Regularien wie der Risikoüberprüfung in Echtzeit oder die PCI-Compliance wird die Zahlungssicherheit für Händler und deren Kunden auf höchstem Niveau behandelt“, erläutert Robert Piliar.

Sicherheitsvorbehalte noch beim mobilen und In-App Bezahlen

Vier von zehn jüngeren Online-Shoppern legen zudem Wert darauf, Zahlungsverfahren auf mobilen Endgeräten bequem nutzen zu können – das sind mehr als doppelt so viele wie bei den älteren Internet-Käufern. Insbesondere in puncto Sicherheit und Datenschutz blicken Online-Shopper jedoch aktuell noch zurückhaltend auf das mobile Bezahlen.

Laut einer Umfrage des ICM Research Instituts* unter 2.000 britischen Erwachsenen entscheiden sich derzeit nur 14% der Befragten dafür, Waren über Apps zu kaufen, die mit ihren online gespeicherten Kredit- oder EC-Karten verknüpft sind. Eine der wichtigsten Hürden für den In-App-Kauf sind Sicherheitsbedenken.

Fast ein Drittel der Verbraucher (30%) sind besorgt, dass ihre persönlichen Daten gestohlen werden könnten und nutzen daher keine Apps, die ihre Kartendetails speichern. Bevor die Verbraucher Vertrauen in diese Zahlweise gewinnen, muss noch weitere Aufklärung erfolgen.

Der Trend ist allerdings nicht aufzuhalten: Laut Prognosen von Juniper Research sollen bis 2019 Handy- und Tablet-Nutzern mit 195 Milliarden mobilen Transaktionen 72 Milliarden US-Dollar erzielen. Den größten Vorteil von In-App-Kauf sehen die Nutzer darin, ihre Kartendaten bei jedem Einkauf nicht erneut eingeben zu müssen (26%). Für 22 Prozent der Befragten sind Geschwindigkeit und Komfort von In-App-Transaktionen die wichtigsten Vorteile.

* ICM Research Institut 2014 im Auftrag von Skrill

Über die Studie

Für die Studie „Payment im E-Commerce Vol. 19 – Der Internetzahlungsverkehr aus Sicht der Händler und der Verbraucher“ wurden insgesamt 2.040 deutsche Online-Shopper sowie 562 Online-Händler befragt. Auf Konsumentenseite stehen die Bekanntheit, aktuelle Nutzung und Beurteilung von Zahlungsverfahren sowie der Einfluss der Kaufsituation und zielgruppenspezifischer Besonderheiten auf die Wahl des Zahlungsverfahrens im Fokus. Die Händler wurden zu Angebot und Bewertung verschiedener Zahlungsverfahren, dem Einfluss der Zahlungsverfahren auf die Shop-Kennzahlen (z. B. Zahlungsstörungen und Retourenquote) sowie zu aktuellen Trends und Entwicklungen im Online-Payment befragt.

Die Studie kann über den Online-Shop des IFH Köln bestellt werden.

Die Studie wurde von folgenden Unternehmen unterstützt: Deutsche Telekom AG, EXPERCASH GmbH, Klarna GmbH, PayPal Deutschland GmbH, Skrill Ltd., SOFORT AG und Wirecard AG.

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Über den Autor

Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.



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