Rakuten übernimmt Fits.me – die virtuelle Umkleidekabine

Rakuten, Japans Antwort auf Amazon, hat bereits vor einigen Wochen eine Investition im Bereich Mode getätigt, wie Techcrunch berichtete. Das Unternehmen hat Fits.me, eine virtuelle Umkleidekabine akquiriert. Das estnische Start-Up mittlerweile mit Hauptsitz in London, bietet den Kunden die Möglichkeit ihre Körpermaße in einem Editorprogramm zu hinterlegen und die Kleidungsstücke in ihrer entsprechenden Konfektionsgröße online anzuprobieren.Rakuten übernimmt Fits.me - die virtuelle Umkleidekabine

Rakuten plant Fits.me, mit aktuell 65 Mitarbeitern, als eigenständiges Unternehmen weiter zu betreiben. Das Start-up kann dann seine Technologie weiterentwickeln sowie mit den bestehenden Kunden auch zukünftig kooperieren. Letztere sind unter anderem Thomas Pink, Hugo Boss und der Home-Shopping-Kanal QVC.

Mode- und Beauty-Produkte verkauft Rakuten über seine Hauptwebseite Rakuten.com, aber auch  über die Mode-fokussierten Webseiten des Unternehmens wie StyLife in Japan und Vault in den USA.

Rakuten besitzt ebenso eine Beteiligung an Pinterest, die  Bild-fokussierte soziale Website, die vor kurzem tiefer in den E-Commerce-Handel eingestiegen ist.

Rakutens CEO und Gründer Hiroshi Mikitani zur Übernahme

Rakutens CEO und Gründer Hiroshi Mikitani zur Übernahme

Rakutens CEO und Gründer Hiroshi Mikitani zur Übernahme

„Fits.me bedeutet sowohl Spaß als auch Funktionalität beim Online-Shopping und ist eine natürliche Ergänzung zu unserem wachsenden Portfolio von E-Commerce und Marketing-Dienstleistungen.“ Nicht nur, dass die virtuelle Anprobe den Kunden ein realistischeres Shopping-Erlebnis böte, es versorge zusätzlich die Händler mit wertvollen Daten, die sie benötigten, um ihren Service kontinuierlich verbessern zu können.

Auch kann die Retourenquote verringert werden, wenn die Kunden ihre Bekleidung auch im Internet vorab „anprobieren“ können.

Fits.me funktioniert wie folgt

Zunächst gibt der Kunde seine Maße bei Fits.me ein. Dazu gehören die Größe, der Brust-, Taillen- und Hüftumfang sowie die Armlänge. Der Kunde kann nun im Shop anhand realer Fotos, mithilfe von Roboter-Mannequins erkennen, wie das Kleidungsstück am eigenen Körper aussehen wird. Das Programm berücksichtigt auch persönliche Vorlieben. Man kann ferner ein Kleidungsstück in verschiedenen Größen anprobieren. Es wird angezeigt wie es in den verschiedenen Körperbereichen sitzen wird.

Rakutens letzte Akquisitionen waren die japanische Reiseseite Voyagin. In Europa hat Rakuten die Messaging-App Viber, und den Video-streaming Dienst Wuaki sowie 2010 das E-Commerce-Portal Priceminister übernommen.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Onlinehandel allgemein

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