Griechische Nutzer von Amazon, PayPal und Google ausgeschlossen

Die Teilnahme der Griechen am digitalen Leben wird durch die jüngst in Griechenland eingeführten Kapitalverkehrskontrollen immer mehr beschnitten. Hierdurch soll eigentlich verhindert werden, dass Griechen ihr Vermögen ins Ausland transferieren können. Den neuen Regelungen zufolge gilt die Sperrung von Zahlungen via griechischer Kreditkarte jedoch auch für alle anderen Zahlungsarten.

Apple hat Medienberichten zufolge Zahlungen mit griechischen Kreditkarten für iTunes und die beiden App Stores blockiert. Amazon, PayPal und Google haben ebenfalls die Notbremse gezogen. Experten schätzen, dass dies nur der Anfang ist und noch viele weitere Unternehmen folgen werden.

Griechische Nutzer von Amazon, PayPal und Google ausgeschlossen

Griechische Nutzer von Amazon, PayPal und Google ausgeschlossen

Futurezone berichtet, dass ebenso 1 Euro-Beträge für Apps oder Songs auf iTunes betroffen seien. Griechische User berichteten in sozialen Medien wie Twitter und Facebook, dass sich schon erworbene Apps sowie Gratis-Apps wegen der hinterlegten Kreditkartendaten nicht aktualisieren ließen. Laut Futurezone könne das auch heißen, dass die Zahlung für Cloud-Dienste via Kreditkarte ausgesetzt werde und griechische Nutzer im schlimmsten Fall den Zugang zu ihren Daten verlören.

Apple und andere Unternehmen wollten die Situation bisher nicht kommentieren. PayPal versicherte, dass man den eigenen Dienst in Griechenland weiterhin aufrechterhalten wolle. Doch könnten die neuen griechischen Gesetze nur mit der Ablehnung von griechischen Zahlquellen eingehalten werden. Privatleute sollen mit den neuen Richtlinien ihre Vermögen nicht ins Ausland transferieren können, was allerdings die ganz normale Teilhabe am digitalen Leben blockiert.

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Ellen (Redakteur)

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



Kategorien: Bezahldienste, Onlinehandel allgemein

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