Wie aktiv sind deutsche Händler in Social-Media-Netzwerken? Teil 4: Youtube

Der erste Teil des Beitrages über die Aktivitäten deutsche Händler in Social-Media-Netzwerken hat sich mit der allgemeinen Frage beschäftigt, warum Nutzer Unternehmen in den sozialen Netzwerken folgen, welche Social-Media-Kanäle wichtig für den Einzelhandel sind und die Facebook-Nutzung der Top-Stationärhändler Deutschlands. Im zweiten Teil wurde die Nutzung von Twitter und im dritten Teil die Nutzung von Instagram genauer beleuchtet.

Die Nutzung von Youtube

Abseits der traditionellen Social-Media-Kanäle ist auch die Videoplattform YouTube eine sehr beliebte Webseite bei Unternehmen. Auf YouTube lassen sich Videos jeder Art hochladen: Ob kurze Handy-Clips oder aufwendige HD-Werbespots – YouTube bietet die ideale Plattform dafür. Nutzer können Videos bewerten und mit wenigen Klicks das Video in ihren Social-Media-Netzwerken teilen. Verglichen zum Fernsehen, kann die Zielgruppe optimal angesteuert werden.

Das bekannte schwedische Möbelhaus IKEA zum Beispiel nutzt YouTube optimal, indem es Videos mit unterschiedlichen Inhalten geschickt im Web platziert: einerseits hilfreiche Anleitungen zur Planung der Traumküche, andererseits Präsentationen der Produkte in Form von lustigen TV-Werbespots.

Wie aktiv sind deutsche Händler in Social-Media-Netzwerken? Teil 4: Youtube

Youtube-Nutzung der Top-Stationärhändler

Gemessen an den Videos mit den meisten Aufrufen, kommen Werbespots und Erklärvideos am besten bei den Zuschauern an. Durchschnittlich erreichen die deutschen Top-Einzelhändler 22 000 Zuschauer pro Video. Unternehmen sollten sich also darauf fokussieren, den Usern Video-Content mit Mehrwert zu bieten, um langfristig möglichst viele Abonnenten zu bekommen. Baumärkte können so zum Beispiel handwerkliche “How-to”-Videos erstellen, Elektronikhändler wiederum, wie man eine Waschmaschine anschließt, und ein Fashion-Store könnte die neuesten Styles aus dem eigenen Shop präsentieren.

Auch Prof. Dr. Matthias Fank empfiehlt YouTube abseits der traditionellen Social-Media-Netzwerke:

YouTube wird in den Social-Media-Rankings selten genannt – völlig zu Unrecht, wie ich finde. Der Lebensmittelhändler EDEKA konnte durch erfolgreiche Werbespots stark an Bekanntheit gewinnen und rund 60 Millionen Videoaufrufe sowie zusätzliche 36 000 Kanal-Abonennten auf YouTube erlangen. Das zeigt das Potential, das gut gemachter Video-Content bereithält.”

Fazit

Viele Händler sind besonders auf den großen und allseits bekannten Social-Media-Plattformen wie Facebook aktiv, andere Netzwerke werden jedoch stark vernachlässigt. Hier herrscht Aufholbedarf! Viele Händler neigen auch dazu, ähnlichen Content auf allen Plattformen zu posten, auf denen sie vertreten sind – das erscheint zeitsparender und weniger aufwendig. Dennoch sollte hier mehr Wert auf Qualität anstelle von Quantität gelegt werden: Jeder Kanal hat eine eigene Zielgruppe, die unterschiedlich bedient werden möchte. Händler sollten vermehrt auch neue Social-Media Kanäle bespielen, insbesondere mit Instagram und YouTube können Akzente gesetzt und neue Konsumenten erreicht werden. Dazu gehört auch, auf Konsumentenfragen und -feedback schneller zu reagieren. Ebenso sollten Produktvorstellungen und Angebotsaktionen für die Follower bereitgestellt werden. Nur so lässt sich heutzutage ein erfolgreiches Social-Media-Portfolio aufbauen und ein optimaler Kundenkreis erreichen.

 

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Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.



Kategorien: Onlinehandel allgemein

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