Amazon Business – die neue Plattform für Firmenkunden

Seit seiner Gründung 2012 hat sich AmazonSupply auf den B2B-Bereich konzentriert, einem Sektor, in der Industrielieferant W.W. Grainger vormals eine bedeutende Rolle gespielt hatte. Amazon wusste, dass es wichtig sein würde, diesen Großhandelsriesen aus dem Rennen zu werfen, um sich einen wichtigen Anteil am B2B-Markt zu sichern. Auch wenn Grainger sich nicht zu den Auswirkungen äußerte, die Amazon auf seinen Geschäftsgang hat, sprachen die Zahlen der online verfügbaren Produkte bei Amazon mit 2,2 Millionen im Vergleich zu Grainger mit 1,2 Millionen eine deutliche Sprache.

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Branchenkenner sahen bereits 2014 mit einer gewissen Sorge eventuelle störende Auswirkungen für Amazon durch andere Mitbewerber. Der Hauptgrund für ihre Bedenken ist dem Umstand geschuldet, dass der Großhandelsriese keinen Vor-Ort-Service zur Verfügung stellt, etwas, das immer mehr B2B-Kunden heute fordern. Auch mangle es Amazon Supply an einem grundlegenden Verständnis des B2B-Marktes.

Wie venturebeat als einer der ersten berichtete, möchte Amazon das B2B-Geschäft nun jedoch richtig angehen und brachte daher den Marktplatz Amazon Business an den Start.

Die neue Website Amazon Business ersetzt AmazonSupply, Amazons aktuellen Markt für Industrieprodukte wie Laborausrüstung und Spezialwerkzeuge sowie Bürobedarf. Schritt für Schritt wird Amazon damit beginnen, den Übergang von der alten Website auf Amazon Business umzugestalten. AmazonSupply wird ab dem 13. Mai 2015 nicht mehr zugänglich sein. Amazon Business ist angegliedert an Amazon.com und erst einmal nur für US-amerikanische Kunden in 48 Bundesstaaten verfügbar. Es wurde aber bereits angedeutet, den Dienst international auszuweiten zu wollen.

Firmen erhalten günstigere Preise auf ausgewählte Artikel. Die Lieferung ist ab einer Bestellung von 49 Dollar kostenlos. Mit dem neuen Marktplatz will Amazon Geschäftskunden anziehen und bietet aus diesem Grund viele Features für registrierte Kunden. So auch die Möglichkeit, steuerfreie Einkäufe zu tätigen und ferner die Amazon Firmenkreditlinie zu nutzen. Ebenso kann der Service beispielsweise in gängige Unternehmenssoftware integriert werden.

Firmen können aber ihre Produkte auch über Amazon Business verkaufen.

Über Amazon Business stehen laut eigenen Angaben mehr als 250 Millionen Erzeugnisse zur Auswahl. Vor kurzem erst hat Amazon den Dienst Amazon Home Services präsentiert. Hierüber können Amazon-User Handwerkerleistungen bestellen.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Amazon

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