Amazon Dash Button könnte großartig für Markenhändler sein

Wie wir auf onlinemarktplatz.de in der vergangenen Woche beschrieben haben, ist sich der Analyst und Handelsexperte Paulo Santos sicher, dass der Amazon den Dash-Button [–>Was ist der Dash-Button?] ein Flop werden wird. Es gibt aber auch andere Meinungen. Der Journalist und Technologie-Experte Dana Blankenhorn sieht die Zukunft des Amazon Dash Buttons eher positiv – für Markenhändler!

Wie schon beschrieben, trägt jeder Button das Logo eines Markenproduktes. Jeder Knopf kann dort platziert werden, wo das entsprechende Produkt verwendet wird. Drückt man die Taste, wird die Bestellung per Wi-Fi an Amazon gesendet, sodass die Bestellung durchgeführt werden kann.

In das Programm wird nur Markenware wie Artikel von Clorox, Procter & Gamble oder Kraft aufgenommen. Es ist Amazons erster Vorstoß in das Internet der Dinge, eine „Haus Inventar-App, die Einkaufslisten am Verwendungsort erstellt.

Amazons Dash Button könnte großartig für Markenhändler sein

Amazons Dash Button könnte großartig für Markenhändler sein

 

Haushaltsartikel gehört in den Bereich der „niedrig hängenden, leicht zu erntenden Früchte“. Es ist der einfachste Bereich um Ideen umzusetzen, neben dem Home-Entertainment, wo Amazon bereits mit dem Fire Stick erfolgreich ist. Wi-Fi wird mehr und mehr die Plattform für Anwendungen, die buchstäblich in der Luft lebt.

In dieser Welt sind die Dash-Buttons super-einfach und super-billig. Sie sind, wie der Name schon sagt, nur Ein-Aus-Schalter. Die Komplexität existiert im Einkaufswagen. Die Buttons sind eine „Internet der Dinge 1.0 App.“. Da billige Chips immer leistungsfähiger werden, wird der Verbraucher in der Lage sein, den Zustand und die Menge von dem, was er besitzt, zu überwachen. Er kann außerdem spontan seine Merklisten schaffen. Amazon will bereit dafür sein, seine Plattform an die Spitze des Fulfillments zu bringen, um dann einzige Wahlmöglichkeit für Endverbraucher zu sein.

Während Amazon sich ursprünglich mit niedrigen Preisen einen Namen gemacht hat, wird man nun versuchen Bequemlichkeit zu verkaufen und den Kaufprozess zu automatisieren.

Es geht hier nicht mehr um „Shopping“, es geht um den gezielten Nachschub von Alltagsprodukten. Manchmal ist Amazons Preis der beste Preis, in anderen Fällen haben andere Händler bessere Preise. Aber das ist nicht der Punkt der Dash-Buttons.

Der Punkt ist: Den Preisvergleichsprozess zu eliminieren. Und das könnte interessant sein.

Aber auch der Produktvergleichsprozess soll eliminiert werden. Und das könnte noch wichtiger sein. Amazon bietet keine Windeln an, Amazon bietet Huggies, so Amazons Markname. Amazon bietet nicht Babynahrung an, sondern Gerber. Wenn der Endverbraucher-Zielmarkt für Dash außer Acht gelassen wird und Dash an Zugkraft gewinnen sollte, könnten sich die Marktanteile verschieben.

Die Technologie ist so einfach, dass die Marken-Shops wahrscheinlich als erste profitieren können. Amazon hat somit großen Retailern den Weg geebnet noch größer zu werden.

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Carolin

Carolin Schmitt-Fleckenstein, München



Kategorien: Amazon, Onlinehandel allgemein

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