Erstmals Streik bei den Mitarbeitern von Amazon Prime Instant Video

Die Streiks bei Amazon Deutschland wurden ausgeweitet. Seit dem gestrigen Dienstag waren auch die knapp 80 Beschäftigten des DVD-Verleihers und Video-Streaming-Dienstes Amazon Prime Instant Video Germany GmbH in Elmshorn (Schleswig-Holstein) zu Streiks aufgerufen.  streik-kein-problem

Stefanie Nutzenberger, Mitglied im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft zu den Arbeitsniederlegungen:

„Der Unmut bei Amazon wächst und das nicht nur in den klassischen Versandzentren.“ Auch die Beschäftigten von Amazon Prime Instant Video forderten ihr Recht auf einen Tarifvertrag und damit auf existenzsichernde, gute Arbeitsbedingungen ein. Sie kämpften gemeinsam gegen die Willkür ihres Arbeitgebers. Das sei mutig und wichtig.

ver.di hatte die Amazon Prime Instant Video Germany GmbH im Januar 2015 zu Tarifverhandlungen aufgefordert, nachdem die Mitarbeiter in Elmshorn eine Tarifkommission gebildet hatten. Sie verlangen den Abschluss eines Tarifvertrags zu den Bedingungen des Einzelhandels Schleswig-Holstein. Die Aufnahme von Tarifverhandlungen wurde jedoch verweigert.

Eine Verdi-Sprecherin erklärte gegenüber Golem.de, dass bei Amazon Instant Video 30 Mitarbeiter für die Arbeit am Dienstag eingeplant waren. Einige seien krank oder im Urlaub gewesen. 20 Mitarbeiter hätten sich am Streik beteiligt, darunter die gesamte Poststelle, so dass auch die DVD-Versendung beeinträchtigt gewesen sei.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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