Amazon Bad Hersfeld – Streik

Verdi will schon seit langer Zeit Amazon Deutschland zur Aufnahme von Tarifverhandlungen zu besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels zwingen. Amazon lehnt dieses genauso strikt ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikmitarbeiter orientiert. Amazon Bad Hersfeld - Streik

Am 17. März 2015 war es dann mal wieder so weit: Im Logistikzentrum in Bad Hersfeld haben Beschäftigte gestreikt. Verdi hatte zu den Streiks aufgerufen. Der Ausstand habe mit der Nachtschicht am Dienstag, 17. März 2015, begonnen und werde am Mittwoch mit der Spätschicht enden.

Nach Angaben einer Verdi-Sprecherin streikten am frühen Morgen etwa 100 Mitarbeiter, bis zum Dienstagnachmittag waren es dann knapp 500 Mitarbeiter. „Das ist eine ganz gute Beteiligung“, sagte die Sprecherin. In Bad Hersfeld sind aktuell etwa 2.800 Menschen beschäftigt.

Eine Amazon-Sprecherin erklärte: „Die Mehrzahl der Mitarbeiter beteiligt sich nicht, weil sie bereits sehr attraktive Angebote und sehr gute Löhne bekommt.“

Wie immer so heißt es auch dieses Mal: Für die Kunden des Onlinehauses seien keine Beeinträchtigungen zu erwarten. Die Kunden könnten sich darauf verlassen, dass Amazon Päckchen und Ostergeschenke pünktlich ausliefert würden. Man werde auf das große Netzwerk von 28 Versandzentren in ganz Europa zurückgreifen.

Es ist der erste Streik 2015 am Standort Bad Hersfeld. In Leipzig war bereits Mitte Januar und auch am vergangenen Freitag die Arbeit niedergelegt worden.

Die Kunden sollten sich vor Ostern darauf einstellen, dass es immer wieder – auch kurzfristig – zu Arbeitsniederlegungen an fast allen Amazon-Standorten kommen kann“, so Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Amazon

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