Alibaba Quartalszahlen Q4/2014: Erwartungen wurden enttäuscht trotz enormer Zuwächse

Neben Amazon hat auch Alibaba hat am gestrigen 29. Januar 2015 die Zahlen zum Dezember-Quartal 2014 bekanntgegeben. Ganz im Gegensatz zu Amazon konnte Alibaba den Umsatz kräftig um 40% auf 4,4 Milliarden Dollar steigern, aber das reichte Analysten und Anlegern, die mit mehr 4,45 Milliarden Dollar) gerechnet hatten, nicht aus. Sie sind enttäuscht vom chinesischen Internethändler. amazon-alibaba

Die Aktie des Konzerns erleidet einen deutlichen Kurseinbruch. Sie verlieren an der Nasdaq 6% bis auf 92 Dollar. Am Vortag hatten die Papiere den US-Handel noch bei 98,45 Dollar beendet. Die Aktien waren beim fulminanten Börsengang im September 2014 zu 68 Dollar an Investoren veräußert worden und schossen dann im November schnell auf ein Hoch von 120 Dollar. Danach ging es stetig abwärts.

Die aktuellen Quartalszahlen unterstreichen aber: Alibaba wächst um einiges stärker als Amazon und eBay.  Das Wachstum sei aber noch nicht am Ende angelangt, so Alibaba. Es gebe allein dadurch ein gewaltiges Potential, da erst 50% der Chinesen einen Internetzugang besitzen. Die Zahl der aktiven Käufer auf den diversen Alibaba-Plattformen legte um 45% im Jahresverglich auf 334 Millionen zu (von 307 Millionen im dritten Quartal 2014).

 

Das mobile Geschäft trug 42% zum Handelsvolumen bei, im Vorquartal lag dies noch bei 36%. Der Umsatz alleine im mobilen Bereich lag bei 1 Milliarde Dollar (+448% im Jahresvergleich). 48 Millionen aktive mobile Nutzer kamen hinzu. Analysten schauen sehr penibel auf diese Zahlen, da mehr und mehr Nutzer auf Smartphones und Tablet-PCs im Netzt surfen und einkaufen. Doch sind die Margen in diesem Sektor geringer.

Der Gewinn im vierten Quartal ging um 28% auf 964 Millionen Dollar zurück, womit Alibaba die Erwartungen des Marktes verfehlte. Der Gewinnrückgang ist dadurch begründet, dass Alibaba in das mobile Business investieren musste und hohe Einmalzahlungen erforderlich waren.

Überschattet wurde die Bekanntgabe der Resultate durch die schweren Vorwürfe der Staatlichen Kommission für Industrie und Handel (SAIC) gegen Alibaba, nicht genug gegen Plagiate oder „illegale Geschäfte“ auf seinen Marktplätzen zu tun.

Verantwortliche des Alibaba-Marktplatzes Taobao wiesen die Vorwürfe zurück. Sie sprachen von einer „unangemessenen Vorgehensweise“ der Behörde und „nicht objektiven Schlüssen“, die dem Ruf des Konzerns schaden.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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