Amazon und Hachette lenken beim Verlagsstreit ein

Amazon und Hachette lenken beim Verlagsstreit ein

Amazon und die Verlagsgruppe Hachette haben ihren Monate andauernden Streit über die E-Book-Preise beendet. Amazon und Hachette gaben bekannt eine mehrjährige Vereinbarung geschlossen zu haben.

Hachette kann demnach ab 2015 selbst den Preis seiner E-Bücher bestimmen. Bis dato war das der wesentliche Streitgegenstand zwischen den beiden Partien.

In den USA besteht, anders als in Deutschland, keine Buchpreisbindung. Amazon hält mit seinem Kindle Reader hohe Marktanteile und möchte die Preise für digitale Buchausgaben in den USA drücken. Auch soll Amazon auf einen höheren Anteil der Erlöse gedrungen haben, die über größere Rabatte beim Einkauf gewährleistet werden sollten.

Amazon argumentierte, dass die Verlage bei E-Büchern nicht in den Druck, Lagerung oder die Lieferung investieren müssten. Die Verlagsgruppe Hachette hingegen erklärte, dass man vorab viel in Bücher und Autoren hineinstecke, ehe man Profit mache.

Hachette ging auf die Amazon-Forderungen nicht ein. Daraufhin entfernte Amazon die Vorbestellmöglichkeit für Bücher des Hachette-Verlags, setzte die Rabatte herab und verzögerte die Auslieferung. Eine Vielzahl populärer Autoren kritisierte den Internet-Händler scharf. Der Markterfolg der Hachette-Bücher wurde durch Amazons Verhalten negativ beeinflusst. Einige Einigung, vor allem im Hinblick auf das nahende Weihnachtsgeschäft, musste erzielt werden. Amazon möchte nun alle Bücher von Hachette wieder in sein Sortiment aufnehmen.

Erst vor kurzem einigte sich Amazon in einem ähnlichen Streitfall mit der Verlagsgruppe Bonnier (z.B.Piper und Ullstein). In diesem Konflikt ging es um die Aufteilung der Einkünfte aus den E-Book-Verkäufen.


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