Otto Group: Auslandsbeteiligungen verursachen Schwierigkeiten

Otto Group: Auslandsbeteiligungen verursachen Schwierigkeiten

Verschiedenen Medienberichten zufolge soll es bei der Otto Group schwerwiegende Probleme zu geben. So heißt es, dass der Vorstandschef der Otto Group, Hans-Otto Schrader, den Konzern voraussichtlich länger führen wird als anfänglich geplant. Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Otto möchte Schrader noch über das Jahr 2016 hinaus im Amt behalten. Hintergrund der Vertragsverlängerung sei der Umbau des Unternehmens. Unternehmenssprecher Thomas Voigt bezeichnet die Personaldiskussion als reine Spekulation. Über die Frage der Nachfolge sei noch nicht entschieden worden. Dafür sei es noch zu früh.

Thomas Voigt bestätigt allerdings Informationen über die problematische Ertragslage der Otto Group. Hierzu gehören neben Otto, Baur und Manufactum auch der Händler Sport-Scheck und die Spedition Hermes. Man hoffe auf ein gutes Weihnachtsgeschäft, so Voigt. Schon jetzt stehe aber fest, dass die Otto Group an das Ergebnis aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr nicht anschließen könne. Der Vorsteuergewinn (EBIT), der zuletzt 224 Millionen Euro betrug, werde sich 2013/2014 höchstwahrscheinlich fast halbieren.

Grund für die Schwierigkeiten sind unter anderem die Auslandsbeteiligungen der Otto Gruppe. Die Umstrukturierung der französischen Tochterfirma 3SI reißt zum Beispiel ein großes Loch in die Kasse. Bis 2016 solle das Unternehmen aber wieder schwarze Zahlen schreiben. In Russland sind die Ukrainekrise und die Schwäche des Rubels die Problematik.Die US- amerikanische Tochter Crate & Barrel leidet unter dem hohen Konkurrenzdruck.

In Deutschland hingegen liefen die Geschäfte „ordentlich“, so der Otto-Sprecher – im Onlinehandel sogar „gut“. An den beabsichtigten Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe halte der Konzern fest. Das Geld soll unter anderem in die Logistiktochter Hermes und in die Informationstechnik gesteckt werden.


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