Amazon Senior Vice President zu Fehler bei Fire Phone-Marktstart

Das Amazon Fire Phone wurde im Juli 2014 in den USA eingeführt. Amazon CEO Jeff Bezos hatte bei der Präsentation des neuen Gerätes erklärt, dass man hinsichtlich des Erfolgs des Amazon Smartphones eher langfristig plane. Der Verkaufserfolg hat noch immer nicht eingesetzt, die Verkäufe des Fire Phone verlaufen schleppend. Die Folge: Amazon.com fuhr im vergangenen Quartal hohe Verluste ein. Amazon bleibt zudem auf Lagerbeständen des Smartphones sitzen, die auf einen Wert von 83 Millionen Dollar beziffert werden.

Jetzt äußerte sich im US-Magazin Fortune ein Amazon-Verantwortlicher, der Fehler hinsichtlich der Preisfestsetzung des Fire Phone eingestanden hat. Amazon Senior Vice President David Limp erklärte, dass der Konzern Zusammenhang mit dem Amazon Smartphone im jüngsten Quartal Abschreibungen/Verluste in Höhe von 170 Millionen US- Dollar hinnehmen musste. Schuld sei der zu hohe Verkaufspreis, den Amazon zu Beginn des Verkaufs für das Fire Phone verlangt hätte. 199 Dollar kostete das Gerät die ersten zwei Monate. Mittlerweile ist es in Deutschland ab 1 Euro und exklusiv mit einem Vertrag der Deutschen Telekom erhältlich.

Limp weiter: „Wir haben nicht den richtigen Preis gefunden. Die Leute haben mehr erwartet und wir hatten irgendwie nicht die übereinstimmenden Erwartungen. Wir dachten, wir hätten es richtig gemacht. Doch wir sind auch bereit zu sagen, es hat nicht gepasst und haben daher den Preis korrigiert.“

Ob der Konzern sein Smartphone-Projekt aufgeben wird, dazu sagte David Limp nichts. Doch eigentlich ist es nicht zu erwarten. Auch die ersten Kindle Lesegeräte wurden von den Kritikern verrissen, die sich dann aber zu einer profitablen Produkt-Familie entwickelten. Ähnlich scheint der langfristige Ansatz mit dem Fire Phone auszusehen, trotz des wettbewerbsintensiven Smartphone-Marktes.


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