Google: Bereits 483.000 Löschanträge liegen vor

Google: Bereits 483.000 Löschanträge liegen vor

Google: Bereits 483.000 Löschanträge liegen vor

Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Mai dieses Jahres zur Löschung von Daten auf Wunsch der Nutzer haben 135.000 Internet-User aus der EU Google aufgefordert, über 483.000 Links auf lästigen Internetseiten aus seinen Trefferlisten zu löschen.

Laut Angaben von Google wird jeder Antrag auf Löschung von Suchresultaten einzeln geprüft. Weil das Urteil weitreichende Konsequenzen hat, hat Google mittlerweile einen Experten-Beirat einberufen. Diesem gehört auch die frühere Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger an.

Der sogenannte „Lösch-Beirat“ war schon im September in Madrid, Rom, Paris und Warschau zusammengekommen, um die Konsequenzen aus dem EuGH-Urteil zu erörtern. Eine bevorstehende Zusammenkunft wie in Berlin soll unter anderem auch in London und Brüssel fortgesetzt werden. Wie das Recht des Einzelnen auf „Vergessen-werden“ mit dem Recht der Öffentlichkeit auf Informationen abgewogen werden kann, soll Thema der Gespräche sein.

Google betont offiziell, dass es wichtig sei, „die richtige Abwägung zu treffen“. Bei den Anfragen gehe es um Links zu Inhalten vieler Art, um „schwerwiegende Vorstrafen, peinliche Fotos, Fälle von Cybermobbing und Beschimpfungen, jahrzehntealte Anschuldigungen, negative Berichterstattung in der Presse und vieles mehr“.

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Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen

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Kategorien: Gesetz, Sicherheit

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