Aktuelle Betrugsmasche täuscht Zahlungseingang über PayPal vor

Das PayPal zurzeit von wahren Spamwellen überschwemmt wird ist bekannt. Bis vor einigen Monaten sind hauptsächlich Bargeldtransferdienste wie Western Union für betrügerische Zwecke missbraucht worden, aktuell verwenden Gauner professionell gefälschte Mails von Zahlungsdiensten wie PayPal. Gerade Privatanbieter haben häufig Schwierigkeiten Betrüger von den ehrlichen Kunden zu unterscheiden.

Neuerdings versuchen die angeblichen Käufer die Verkäufer davon zu überzeugen, für die Zahlung PayPal zu nutzen.

Wenn der Verkäufer sich bereiterklärt, das Geschäft via PayPal-Zahlung abzuwickeln, verschickt der Betrüger eine gefälschte PayPal-Mail an den Verkäufer. Darin heißt es, dass eine Zahlung eingetroffen ist. Der leichtgläubige Verkäufer vertraut dieser Email und verschickt die Ware. Das bedeutet: Geld weg, Ware weg. Die gefälschten Mails sind immer professioneller gestaltet und wirken auf den ersten Blick echt. Oft ist der Betrag, von dem in der (gefälschten) Mail die Rede ist, höher als der geforderte Preis. Möchte man PayPal als Zahlungsart nutzen, sollte man die Ware erst dann versenden, wenn die Zahlung wirklich auf dem eigenen PayPal-Konto eingegangen ist.

Bernhard Jungwirth von der Watchlist Internet, die neue Betrugsformen im Internet dokumentiert erklärt: „Cyber-Kriminelle, die sich im Netz als interessierte Käufer ausgeben, hätten es besonders auf Wertvolles abgesehen. „Ab 700 Euro scheint so eine Grenze zu sein, die immer wieder schlagend wird. Es geht hier um Fahrzeuge, um elektronische Waren und interessanterweise auch um Instrumente. Gerade bei höherpreisigen Waren ist absolute Vorsicht geboten.“

Betrug auch bei Kleinanzeigen

Grundsätzlich rät der Experte auch von Käufen und Verkäufen über Kleinanzeigenplattformen ins Ausland ab. Es handle sich einfach sehr häufig um Betrugsversuche. Am besten sei eine persönliche Übergabe.

Um ein Restrisiko zu vermindern, ist es ebenfalls ratsam, die Kommunikationskanäle der Kleinanzeigenplattformen zu nutzen. die komplette Kommunikation sei dann dokumentiert. Ferner springen die Sicherheitssysteme der Plattform an und das potentielle Opfer könne rechtzeitig gewarnt werden.
Um den Sicherheitsscans der Plattformen zu entkommen, zielt die erste Kontaktaufnahme von Betrügern meist darauf ab, alles weitere über Mail oder SMS auszumachen. Hierauf sollte man sich von anfang nicht einlassen.

Geschickte Trickbetrüger sind seit April verstärkt bei eBay-Kleinanzeigen unterwegs und nutzen den Überzahltrick.

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



Kategorien: Payment, Recht & Sicherheit

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