Neue Regelungen zu Lieferterminen bei eBay werden Händlern Probleme bereiten

eBay-Verkäufer sind besorgt über neue Regelungen, die offensichtlich bei eBay eingeführt werden sollen. Käufer bei eBay sollen ab kommenden Monat die Möglichkeit haben, verspätet ausgelieferte Artikel als „nicht wie beschrieben“ bei eBay melden und in der Händlerbewertung anzeigen können.

Das bedeutet für die eBay-Händler, dass sie massive Schwierigkeiten mit ihrem guten Ruf bekommen und deutlich mehr Arbeit und damit Kosten anfallen werden.

Bestätigt wird dies durch Jeff Terrell, eBay’s Head of community in einem öffentlichen Chat, wie Ina Steiner von eCommerceBytes berichtet.

Der Leser verwies auf folgenden Teil des Chat, in der Terrell schrieb:

„Your handling time and shipping method are part of your listing, so if an item arrives late, then the issue could be classified as a „not as described” issue. It’s important to note that just because a buyer makes a not as decribed claim, the seller is not helpless to defend themselves. Uploading tracking showing that you did ship within your stated handling time is a great way to prove your side of the issue.”

Der Verkäufer, der Steiner auf den Chat aufmerksam gemacht hat, wollte anonym bleiben. Er habe Angst vor Sanktionen. Es sei doch sehr beunruhigend, dass Anbieter bei eBay für Faktoren die außerhalb ihrer Kontrolle liegen, bestraft würden.

Die eBay-Händler können sich aber dagegen wehren: Sie sollten darauf achten einen Nachweis erbringen zu können, dass die bestellten Artikel fristgemäß, also innerhalb der angegebenen Lieferzeit auf den Weg zum Käufer gebracht worden sind. Aber auch das bedeutet einen erhöhten Aufwand!

Für den Verkäufer, der sich  schriftlich an  eCommerceBytes wandte, wird das Problem noch dadurch verstärkt, dass eBay in seinen Augen „übermäßig optimistische Lieferungs-Schätzungen“ angibt. Außerdem seien in den USA die sinkenden Service-Levels bei USPS ein weiteres Problem.

eBay will die neuen Verkäufer-Leistungsstandards im August einführen und wahrscheinlich wird man dann wieder lesen können: „…um das Kauferlebnis zu verbessern…“ – die Händler bleiben erneut auf der Strecke, werden am Gängelband geführt.


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